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Die Einwanderung nach Deutschland bringt für jugendliche AussiedlerInnen grundlegende Einschnitte in vielen Lebensbereichen mit sich. Der Verlust des vertrauten sozialen Umfelds und die Anforderungen des Bildungs- und Ausbildungssystems stellen ebenso Probleme dar wie die unzureichenden sozialen und sprachlichen Integrationsangebote. So ist es kein Zufall, dass überproportional viele männliche Aussiedler zu harten Drogen greifen, um Misserfolge zu kompensieren.
Dass Streetwork und Case Management - also eine aufsuchende Arbeit und eine umfassende Behandlungsbegleitung - geeignete Methoden sind, die Suchthilfe für AussiedlerInnen zu verbessern und Hemmschwellen bei der Nutzung von Suchthilfeangeboten abzubauen, zeigt der Abschlussbericht einer Studie der Universität Oldenburg, der jetzt vorgelegt wurde.
WissenschaftlerInnen des Interdisziplinären Zentrums für Bildung und Kommunikation in Migrationsprozessen (IBKM) und der Arbeitsgruppe Devianz untersuchten am Beispiel eines Bundesmodellprojekts, das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziell gefördert und durch die Cloppenburger Drogenberatungsstelle realisiert wurde, neue Ansätze in der Suchthilfe für AussiedlerInnen. Der Landkreis Cloppenburg weist in den letzten 15 Jahren einen Zuzug von ca. 20.000 AussiedlerInnen auf. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von knapp 14 Prozent, in einigen Gemeinden sogar bis zu 21 Prozent.
Auf Grundlage der Befragung von fast 300 Aussiedlerjugendlichen und deren Angehörigen geben die WissenschaftlerInnen zur Konzipierung zukünftiger aussiedlerInnenspezifischer Präventionsarbeit u. a. folgende Empfehlungen:
Die Studie bietet neben den Ergebnissen und Empfehlungen anhand der empirischen Daten Einblicke in die Lebenssituation jugendlicher AussiedlerInnen mit Drogenproblemen und ihrer Familien.
Gerhard Harms | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-oldenburg.de
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