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Mobilitätssicherung älterer Menschen im Straßenverkehr

21.10.2004


Im Auftrag der Eugen-Otto-Butz-Stiftung aus Hilden haben das Lehr- und Forschungsgebiet Straßenverkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik (SVPT) der Bergischen Universität Wuppertal und das Beratungsunternehmen NEUMANNCONSULT - Stadt- und Regionalentwicklung/Barrierefreies Gestalten (Münster) mit der Bearbeitung des Forschungsprojektes "Mobilitätssicherung älterer Menschen im Straßenverkehr" begonnen. Begleitet wird das Projekt von der Forschungsstelle Mensch-Verkehr der Eugen-Otto-Butz-Stiftung am Institut ASER e. V. (Wuppertal) sowie dem anerkannten Verkehrspsychologen Dietmar Lucas aus Münster.


"Die Mobilität älterer Menschen gewinnt aufgrund demographischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Entwicklungen zunehmend an Bedeutung", so Projektleiter Jürgen Gerlach, Professor für Straßenverkehrsplanung und -technik an der Bergischen Universität. Mit der steigenden Lebensdauer wächst auch der Wunsch nach aktiver Teilnahme der Gruppe 65+ am sozialen Leben und damit auch der Wunsch nach dauerhafter und selbständiger Mobilität. Viele ältere Menschen erleben Einschränkungen, weil die bauliche sowie soziale Umwelt bislang noch nicht ausreichend barrierefrei gestaltet wurde. Im Rahmen des Projektes sollen die Anforderungen und Bedürfnisse älterer Menschen an die Straßenraum- und Umfeldgestaltung ermittelt und überprüft werden. Ziel ist die Erstellung eines Leitfadens zur altengerechten Mobilität, um auch älteren Menschen durch entsprechende Gestaltung des Straßenraumes möglichst lange eine eigenständige Beweglichkeit zu ermöglichen. Betrachtet werden dabei die Aspekte einer altengerechten bzw. barrierefreien Straßenraumgestaltung für die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Kraftfahrzeugführer, Rad- und Motorradfahrer oder Nutzer des ÖPNV. Mit Hilfe detaillierter Untersuchungen in drei ausgewählten Untersuchungsstädten - Lüdinghausen, Siegen und Gelsenkirchen - sollen Defizite bei der Straßenraumgestaltung an konkreten Beispielen identifiziert und analysiert werden.

Weiterer Schwerpunkt des Projektes ist eine umfangreiche Analyse der derzeitigen Planungspraxis. Darüber hinaus werden detaillierte Unfalluntersuchungen in den Problemräumen durchgeführt. Neben Gesprächen mit polizeilichen und planerischen Beteiligten der Unfallkommission zum Unfallgeschehen, werden die Unfallanzeigen aus diesen Gebieten analysiert.


Im Ergebnis wird ein praxisbezogener Leitfaden für die Gestaltung des Straßenraumes und von Verkehrsanlagen unter besonderer Berücksichtigung der Belange älterer und mobilitätseingeschränkter Menschen entwickelt. Begleitet wird das Projekt von anerkannten deutschen Experten auf dem Gebiet der Straßenplanung und Verkehrspsychologie.

Kontakt:
Dipl.-Ing. Werner Lippert
Bergische Universität Wuppertal
Lehr- und Forschungsgebiet
Straßenverkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik
SVPT
Pauluskirchstraße 7, 42285 Wuppertal
fon + 49 (0)202 / 439 - 4090
fax + 49 (0)202 / 439 - 4088

Michael Kroemer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuppertal.de

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