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Neue AntiSTigma-Aktion AST wirbt für die Gleichbehandlung von Sucht-Kranken

01.07.2004


Die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin DGS hat am Donnerstag ihre neue "AntiSTigma"-Aktion AST vorgestellt. Die Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, Sucht als Krankheit ins Bewusstsein unserer Gesellschaft zu rufen. Sucht wird in unserer Gesellschaft noch nicht als Krankheit verstanden. In der Folge würden alle Betroffenen oft als Versager im Alltag diskriminiert. "Diese Diskriminierung richtet sich nicht nur gegen den Suchtkranken selbst, sondern auch gegen sein soziales Umfeld, und sogar gegen therapeutische und medizinische Einrichtungen", weiß Dr. Markus Backmund, Initiator der Aktion und Leiter des Bereichs Suchtmedizin im Krankenhaus München-Schwabing.

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Die AntiSTigma-Aktion AST wurde im Rahmen des 5. Interdisziplinären Kongresses für Suchtmedizin in München vorgestellt. "Es ist wichtig, dass wir viel für Suchtprävention tun. Es ist aber ebenso wichtig, dass man Suchtkranken nicht das ächtende Gefühl vermittelt, für sie sei jetzt alles zu spät", betont Dr. Jörg Gölz, erster Vorsitzender der DGS. Die Suchtart spiele dabei keine Rolle. "Ein Suchtkranker ist für eine Therapie ganz besonders auf ein intaktes soziales Gefüge angewiesen, das ihm im Alltag aber oft versagt wird", so Dr. Klaus Behrendt vom Klinikum Nord in Hamburg.

Dieter Wedel unterstützt die Aktion im neu gegründeten Freundeskreis Der international renommierte Filmregisseur Dieter Wedel konnte als Mitglied für den ebenfalls am Donnerstag gegründeten Freundeskreis gewonnen werden. Der Freundeskreis wendet sich öffentlich gegen Ablehnung, Missachtung und Ausgrenzung von suchtkranken Menschen. Jeder Interessierte kann Mitglied werden. Als Zeichen der Solidarität hat der Bildhauer Klaus Backmund einen goldenen Ast für die Aktion als Anstecker entworfen, der analog zur roten Aids-Schleife die Solidarität mit Suchtkranken demonstriert.

Markus Hardenbicker | Dt. Ges. für Suchtmedizin
Weitere Informationen:
http://www.dgsuchtmedizin.de

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