Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leidenschaft, die Leiden schafft, ist kulturbedingt

09.07.2003


Wissenschaftler der Universität von Sunderland haben eine weltweite Studie zum Thema Eifersucht veröffentlicht.

... mehr zu:
»Sex

Demnach sind die eifersüchtigsten Männer in Brasilien beheimatet, während in Japan die Männer am wenigsten eifersüchtig sind. Schwedische Männer und Frauen zeigten sich am meisten betroffen davon, dass ihr Partner eventuell Sex mit einer anderen Person haben könnte, berichtet BBC-Online.

Zwischen den Psychologen herrschen weltweit Konflikte darüber, ob Eifersucht eine evolutionäre Komponente oder eher eine kulturellen Hintergrund hat. Die Studie ergab jedoch eher eine kulturelle Tendenz, die für die Eigenschaft verantwortlich war. Generell sind in den meisten Kulturen Männer dann eifersüchtig, wenn sich die eigene Partnerin mit einem anderen auf Sex einlässt. Bei den Frauen war hingegen der emotionale Faktor einer anderen Person wesentlich wichtiger. "Männer wollen wissen, ob ihre Rivalen gut im Bett waren", so Studienleiter George Brase von der Universität von Sunderland. "Frauen wollten in erster Linie wissen, ob ihr Partner eine andere Frau liebt oder nicht." Die Diskussion, welche psychologischen Effekte hinter dem Thema Eifersucht verborgen liegen, konnte Brase zumindest an einem Beispiel erläutern. "In Ländern, in denen eine hohe Fertilitätsrate herrscht wie zum Beispiel in Brasilien, waren Männer wesentlich eifersüchtiger als etwa in Staaten, wo die Fruchtbarkeit eine nicht so große Rolle spielte wie etwa in Japan." Das sei eine Begründung dafür, dass für Eifersucht immer noch eine evolutionäre Sicht der Dinge ausschlaggebend sei.


Eher zur evolutionären These tendieren auch andere Forscher, die etwa davon ausgehen, dass Eifersucht daraus entspringe, dass Männer nur ihre eigenen Kinder aufziehen und nicht jene eines anderen Mannes. Daher sind Männer daran interessiert, dass Frauen keine sexuellen Beziehungen mit anderen Männern eingehen. Darüber hinaus sei auch der substanzielle Zeitaufwand der Frauen zur Erziehung der Kinder einer der wesentlichen Punkte. Umgekehrt sind Frauen beleidigt über emotionelle Untreue, weil sie davon ausgehen, dass dies automatisch bedeutet, dass ihre Partner auch Sex mit anderen Frauen haben. Frauen gehen davon aus, dass Männer auch ohne Bindungswillen Sex mit anderen Partnern haben.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.sunderland.ac.uk
http://news.bbc.co.uk

Weitere Berichte zu: Sex

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Daseinsvorsorge in Stadt und Land sichern
08.11.2017 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

nachricht 3, 2, 1, meins: Kaufentscheidungen im Labor erforscht
28.08.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte