Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gegensätze ziehen sich nicht an

01.07.2003


Partnerwahl zielt auf Ähnlichkeiten ab


Die sprichwörtliche Suche nach dem reichen Ehegatten scheint nicht die Regel bei der Wahl des Lebenspartners zu sein. Amerikanische Forscher haben nämlich bei Untersuchungen der zwischenmenschlichen Beziehungen entdeckt, dass bei der Partnerwahl auf ähnliche Lebensumstände mehr geachtet wird als auf Gegensätze, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Die neue Studie spottet über die so häufig als Klischee gebrachten Vorurteile, dass Männer für die beste Form der Erhaltung der Gene junge, attraktive Frauen zum Gebären ihrer Kinder aussuchen und dass Frauen ältere, erfolgreiche Männer, die die Ressourcen zum Beschützen ihrer Nachkommen haben, aussuchen. "Die Ergebnisse spiegeln nicht wirklich dieses Bild wider", so Stephen Emlen, Verhaltensforscher der Cornell University, der gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Buston von der University of California in Santa Barbara die Untersuchung an über 1.000 Versuchspersonen zwischen 18 und 24 Jahren durchführte. Dabei wurde eines ziemlich deutlich: Männer wie auch Frauen suchen nach Partnern mit ähnlichen Qualitäten. Hübsche Frauen legten mehr Wert auf ebenso attraktive und gesunde Männer als auf Partner, die reich waren. Wohlhabendere Männer zogen eher Frauen aus reicheren Familien vor. Attraktivität war ihnen nicht so wichtig.


Die Verbindungen der "Ähnlichkeiten" sind in der Evolution besser angekommen, da sie eine größere Stabilität versprechen. Das wiederum sorge für eine längere Partnerschaft mit mehr Kindern und dem gemeinsamen Älterwerden. Die Fragebögen der Probanden enthielten verschiedene Fragen mit einem jeweiligen Punkte-Ranking betreffend ihrem Lebenspartner und bezüglich sich selbst. Dabei wiesen diese Fragenbögen signifikante Ähnlichkeiten auf. Die Studie beweise auch, dass eine lange gemeinsame Partnerschaft nur durch Kennenlernen der eigenen Bedürfnisse erfolgen kann. "Langdauernde Beziehungen bestehen durch gemeinsame Werte, ähnliche Interessen, ähnliche familiäre Herkunft und intellektuelle Bedürfnisse", so Emlen. Ein Partner, der über weit höhere Qualitäten verfüge als man selbst, ist ein Risikofaktor für eine Beziehung, da er in Zukunft von einem eben solchen Partner "abgeworben" werden könnte. Das Ergebnis der Untersuchung wurde im Wissenschaftsmagazin "Proceedings of The National Academy of Sciences" PNAS veröffentlicht.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.newscientist.com .

Weitere Berichte zu: Bedürfniss Lebenspartner Wissenschaftsmagazin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

ICTM Conference 2017: Production technology for turbomachine manufacturing of the future

16.11.2016 | Event News

Innovation Day Laser Technology – Laser Additive Manufacturing

01.11.2016 | Event News

#IC2S2: When Social Science meets Computer Science - GESIS will host the IC2S2 conference 2017

14.10.2016 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops