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Forscher ermitteln beste Schlafzeit bei begrenztem Pensum

02.06.2003


Wer mit sehr wenig Schlaf auskommen muss, ist besser beraten, eher frühmorgens als spätabends ins Bett zu gehen. Denn laut einer Pilotstudie an der Stanford University über die Auswirkungen von Schlafentzug reagieren Menschen auf einen Mangel zwar sehr unterschiedlich. Teilnehmer der Studie konnten sich aber an den begrenzten Schlafzeitraum besser anpassen, wenn sie in den frühen Morgenstunden das Bett hüteten.

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"Wir gingen davon aus, dass je weniger Schlaf die Probanden erhielten, umso schläfriger würden sie sein - unabhängig davon, wann sie zu Bett gingen", erklärte der Studienautor Christian Guilleminault. Die Ergebnisse bestätigten diese Theorie nicht ganz, so Guilleminault. In der Studie wurden acht Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren untersucht. Vier Probanden schliefen sieben Nächte lang zwischen 23.30 und 2.30 Uhr, vier zwischen 2.15 und 6.15 Uhr. Die Teilnehmer verbrachten eine Woche im Labor und wurden verschiedenen Tests, unter anderem dem Test zur "Erhaltung der Wachsamkeit" unterzogen.

Wenig überraschend beeinflusste der Schlafentzug alle Probanden. Jene, die in den frühen Morgenstunden zu Bett gingen, schnitten beim "Wachsamkeitstest" aber besser ab und verkrafteten den begrenzten Schlaf eher. Diese Teilnehmergruppe schnitt auch besser ab, wenn es um die Schlafeffizienz (tatsächlicher Schlafanteil in vier Stunden) und die Schlaf-Wartezeit (Zeit, die zum Einschlafen benötigt wird) ging. Beeindruckt zeigten sich die Forscher auch von den großen individuellen Unterschieden. So lamentierte etwa ein Teilnehmer der Morgen-Schlaf-Gruppe erst am sechsten Tag am Schlafmangel. Ein Proband der Gruppe der Spätabend-Schläfer entwickelte wiederum eine schwere Schlafstörung.


Weiters stellten die Forscher fest, dass sich die Sekretion des Hormons zur Regulation des Appetits, Leptin, im Zuge des Schlafentzugs reduzierte. Reduzierte Leptin-Werte wiederum werden mit gesteigertem Appetit und sogar Gewichtszunahmen in Zusammenhang gebracht. In weiteren Studien sollte man sich daher nach Ansicht von Guilleminault dem Zusammenhang zwischen Schlafentzug und Übergewicht widmen.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.stanford.edu

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