Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tinnitus als Folge konzentrierter Arbeit am Computer?

23.09.2002


Gute Therapie-Chancen bei Belastung durch hochfrequente Geräusche


Untersuchungen des schwedischen Karolinska-Instituts wie auch eine Studie der britischen University of Southampton gelangen zum Schluss, dass auch moderne Arbeitsplätze mit einer Vielzahl gesundheitlicher Risiken behaftet sind (pte020903024 vom 3. Sept. 2002). Im Vordergrund stehen dabei sowohl in Schweden wie auch in Grossbritannien die häufigen Lärmbelastungen, welche bei den Betroffenen zu Hörschäden wie auch zu psychischen Problemen führen können.

In der Schweiz sind Hörschäden am Arbeitsplatz stark zurückgegangen, seit sich die SUVA durch Reihenuntersuchungen, Präventionskampagnen und periodische Kontrollen zur Einhaltung arbeitsmedizinischer Vorgaben des Problems annimmt. Noch wenig erforscht sind dagegen die Wahrnehmungsstörungen und die psychischen Probleme, welche durch stete Geräuschemissionen unterhalb der für die Gehörschädigung massgeblichen Schwellenwerte entstehen oder verstärkt werden können. Hier muss von einer bedeutenden Dunkelziffer ausgegangen werden.


Beim Tinnitus beispielsweise gibt es Indizien, dass die hochfrequenten und vom menschlichen Gehör kaum mehr wahrnehmbaren Betriebsgeräusche, welche von EDV-Systemen und manchen elektronischen Steuersystemen ausgehen, mit zu den Ursachen für die seit einiger Zeit gehäuft auftretende Wahrnehmungsstörung zählen könnten. Aufgrund der Thesen über die verschiedenen Entstehungsformen von Tinnitus ist davon auszugehen, dass die kontinuierlichen Begleitgeräusche während der konzentrierten Fixierung auf den Bildschirm allmählich in Phantomgeräusche übergehen. Diese werden wahrgenommen, wenn die Betroffenen der Geräuschquelle nicht mehr ausgesetzt sind.

Wenn Tinnitus-Wahrnehmungen sich zur Unerträglichkeit steigern, bestehen heute gute Chancen für eine effiziente Rehabilitation: Spezielle Tinnitus-Therapiesysteme von Siemens verfügen über einen Geräuschgenerator, welcher von den für Tinnitus-Rehabilitationen ausgebildeten Hörgeräte-Akustikern präzise auf die Kompensation des Phantomgeräuschs eingestellt werden können. Im weiteren können die Geräte von den Fachleuten so eingestellt werden, dass die störenden Geräusche im Hochfrequenz-Bereich vollumfänglich ausgefiltert werden.

Zum Thema Tinnitus hat die Siemens Audiologie AG unter dem Titel "Tinnitus - das Geräusch im Ohr. Häufig gestellte Fragen - konkrete Antworten" eine Informationsbroschüre herausgegeben, welche Betroffenen und weiteren Interessenten konkrete Informationen zum Themenbereich der Entstehung und Therapie von Tinnitus vermittelt.

Beat Rieder | pte.online

Weitere Berichte zu: Geräusch Hörschaden Tinnitus Wahrnehmungsstörung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Daseinsvorsorge in Stadt und Land sichern
08.11.2017 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

nachricht 3, 2, 1, meins: Kaufentscheidungen im Labor erforscht
28.08.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte