Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuste Eisbeobachtungen aus der Arktis im Internet

19.09.2007
Das Bremer Institut für Umweltphysik bietet einen Service für Interessierte

Der 21. September 2007 ist zum ersten internationalen Polartag erklärt worden. Er findet im Rahmen des laufenden internationalen Polarjahres statt. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung des Meereises - und das ist nur allzu berechtigt. Denn die Nachrichten sind dramatisch: Die seit Jahren rückläufige Eisausdehnung in der Arktis hat in diesem Jahr ein neues historisches Minimum erreicht.

Eine der Konsequenzen ist, dass die Nordwestpassage, der Seeweg vom Atlantik in den Pazifik durch das kanadische Inselarchipel, seit Mitte August eisfrei ist und von Handelsschiffen befahren werden kann. Bislang kam das im Sommer höchstens für einen oder wenige Tage vor, jedoch noch nie über einen so langen Zeitraum wie in diesem Jahr.

Das Institut für Umweltphysik (IUP) der Universität Bremen beschäftigt sich seit langem mit der Beobachtung der Atmosphäre und des Meereises in beiden Polargebieten. In der Abteilung Erdfernerkundung unter der Leitung von Professor Justus Notholt werden in der Arbeitsgruppe von Dr. Georg Heygster seit 2003 täglich aktuelle Meereiskarten erstellt. Jeder Interessierte kann diese im Internet unter www.iup.uni-bremen.de:8084/amsr/amsre.html ansehen und die Entwicklung aktuell verfolgen. Zusätzlich ist das komplette Archiv online, so dass jeder die historischen Karten seit 2003 verfolgen kann.

... mehr zu:
»Arktis »IUP »Polar »Polargebiet

Grundlage der Karten sind Messungen des japanischen Mikrowellensensors AMSR-E auf dem NASA-Satelliten AQUA. Die Karten werden von einer weltweiten Nutzergemeinschaft geschätzt. Darunter sind Forschungsinstitute, und Wetter- und Eisdienste und Reedereien. Die Karten des IUP sind seit kurzem Bestandteil des ESA-Projekts Polar View, einem integrierten Dienst zur Überwachung und Vorhersage in den Polargebieten auf der Grundlagen von Erdbeobachtungsdaten von Satelliten. Polar View unterstützt Entscheidungsfindung und Planung, etwa zur Navigation, und zur Anpassung an den Klimawandel, der in der Arktis besonders ausgeprägt ist.

Zusätzlich zu den globalen Karten von Arktis und Antarktis unterstützt das IUP mit zahlreichen Spezialkarten verschiedenen Expeditionen. So gibt es zum Beispiel täglich eine Karte, die um die aktuelle Position des Forschungsschiffes Polarstern des AWI zentriert ist, zur Zeit bei 84°N, also etwa 700 km vom Nordpol entfernt.

Mehr Informationen zum "Polar Day" gibt es unter http://www.ipy.org/index.php?/ipy/detail/sea_ice

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich Physik/Elektrotechnik
Institut für Umweltphysik
Prof. Dr. Justus Notholt
Tel. 0421 218 8982
E-Mail: notholt@uni-bremen.de
Dr. Georg Heygster
Tel. 0421 218 3910 oder - 4274
E-Mail: heygster@uni-bremen.de

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.iup.uni-bremen.de:8084/amsr/amsre.html
http://www.ipy.org/index.php?/ipy/detail/sea_ice

Weitere Berichte zu: Arktis IUP Polar Polargebiet

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Unter hohem Druck elastisch: Bayreuther Forscher erschließen Zusammensetzung des Erdmantels
30.03.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Von der Bottnischen See bis ins Kattegat – Der Klimageschichte der Ostsee auf der Spur
28.03.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE