Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Polarforschung für ein besseres Klimaverständnis

01.03.2007
Eröffnung des Internationalen Polarjahres

"Die Polarforschung liefert wesentliche Beiträge zu unserem Klimaverständnis. So haben Polarforscher frühzeitig auf die gefährliche Wirkung von FCKW auf die Ozonschicht aufmerksam gemacht", sagte Prof. Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, bei der Eröffnung des Internationalen Polarjahres am Donnerstag in Berlin.

"Wir räumen der Polarforschung daher einen hohen Stellenwert ein. Wir investieren in dieser Dekade insgesamt rund 700 Millionen Euro. Die Polargebiete sind nicht nur Indikatoren für den aktuellen Klimawandel, sondern auch Archive der erdgeschichtlichen Klimaveränderungen, die uns helfen, das Ausmaß der momentanen Klimaveränderung in längere Zeiträume einzuordnen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) schafft hervorragende Infrastrukturen für die Polarforschung. So investiert das BMBF allein 26 Millionen Euro in den Bau der Antarktisstation Neumayer III, deren technologisches Konzept mit hydraulisch beweglichen Stelzen weltweit ein Novum ist. Diese gewährleisten, dass die neue Forschungsstation nicht mehr wie die Vorgängerstation Neumayer II im Eis einsinkt. Rechtzeitig zum Internationalen Polarjahr hat das neue eisrandfähige Forschungsschiff MARIA S. MERIAN seinen Forschungsbetrieb aufgenommen, das vom BMBF mit 50 Millionen Euro finanziert wurde. Ein neues Polarflugzeug mit größeren Reichweiten und besseren Transportkapazitäten gehört auch dazu. Unter den geförderten Einrichtungen steht das Alfred Wegener Institut, eine internationale Topadresse der Polarforschung, an erster Stelle.

Die Arbeitsmöglichkeiten, die der Bund mit den 700 Millionen Euro in dieser Dekade (2000 bis 2010) schafft, kommen sowohl der nationalen sowie der internationalen Polarforschungsgemeinschaft zugute. Gleichzeitig unterstützt das BMBF damit auch zentrale Ziele des Internationalen Polarjahres: die Schaffung und Verbesserung von Beobachtungssystemen, Einrichtungen und Infrastrukturen für Forschungsarbeiten.

Hierzu zählen auch der vom BMBF finanzierte deutsch-russische Studiengang für angewandte Polar- und Meeresforschung an der Universität St. Petersburg, an dem sich die norddeutschen Universitäten beteiligen. Des Weiteren bildet das deutsch-russische Otto-Schmidt Labor die logistische Basis für gemeinsam getragene Polarforschung.

Am Internationalen Polarjahr 2007/2008, das weltweit am 01. März eröffnet wird, beteiligen sich mehr als 60 Nationen.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.international-polar-year.de/
http://www.bmbf.de/press/1986.php

Weitere Berichte zu: Klimaverständnis Polarforschung Polarjahr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät
21.09.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Der Salzwasser-Wächter auf der Darßer Schwelle
19.09.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften