Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eisige Seen

27.02.2007
Bayerischen Akademie der Wissenschaften beteiligt sich während des Internationalen Polarjahres an der Forschung über subglazialen Seen.

Am 1. März beginnt das Internationale Polarjahr. Während zweier Jahre werden Forscher aus über 60 Nationen in gemeinsamen Projekten die Polargebiete eingehend zu untersuchen. Speziell im Hinblick auf die Diskussion um die Klimaänderung kommt den Polargebieten eine besondere Bedeutung zu. Das Abschmelzen der großen Eismassen in Grönland und der Ant-arktis könnten zu gewaltigen Veränderungen der Lebensbedingungen auf der Erde führen.

Unter dem riesigen Eisschild der Ostantarktis wurden in den letzten Jahren mehr als 150 subglaziale Seen entdeckt, die teilweise eine bedeutende Größe erreichen. Dabei sind erst vor kurzem neue Seen entdeckt worden, die den Beginn ausgedehnter Eisströme kennzeichnen und vermutlich deren Dynamik stark beeinflussen (Bell et al., Nature, 445, 22. Feb. 2007). Solche Eisströme transportieren einen erheblichen Teil des Eises aus dem Innern der Antarktis an die Küste.

Die Kommission für Glaziologie and der Bayerischen Akademie der Wissenschaften beteiligt sich in einem Projekt des Internationalen Polarjahres (SALE-UNITED, http://www.polarjahr.de/Forschungsprojekte.26.0.html) an der Erforschung des größten subglazialen Sees, dem Wostok See, in der Antarktis. Dieser See ist etwa 32mal so groß wie der Bodensee und erreicht eine Wassertiefe von über 900m. Sehr wahrscheinlich ist der See schon seit vielen Millionen Jahren von der Außenwelt abgeschnitten und besitzt vermutlich ein eigenes, hoch spezialisiertes Ökosystem. An der Kommission für Glaziologie werden die Zirkulationsverhältnisse im See und damit auch die speziellen Umweltbedingungen untersucht. In großen Bereichen des Sees wird der Eispanzer darüber abgeschmolzen, während in anderen Regionen auch neues Eis gebildet wird. Die Veränderungen dieses Systems, die historische Entwicklung des Sees und die Auswirkung des subglazialen Wasser bilden den Schwerpunkt dieses Forschungsprojektes.

Weitere Informationen bei Dr. Christoph Mayer, Kommission für Glaziologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Tel.: 089/23031-1260,

E-Mail Christoph.Mayer@lrz.badw-muenchen.de

Martin Schütz | idw
Weitere Informationen:
http://www.polarjahr.de/Forschungsprojekte.26.0.html

Weitere Berichte zu: Antarktis Glaziologie Polargebiet Polarjahr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät
21.09.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Der Salzwasser-Wächter auf der Darßer Schwelle
19.09.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops