Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Seen unter dem Eispanzer der Antarktis entdeckt

23.02.2007
Wissenschaftler vermuten Einfluss auf die Eisströme

Unterhalb des Eispanzers der Antarktis hat ein amerikanisches Forscherteam vier neue Seen entdeckt. Wie die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature berichten, ist die Eisschicht über den Seen mehr als drei Meter dick. Die Forscher vermuten, dass solche Seen die Eisströme der Antarktis wesentlich beeinflussen.

Das Team um Robin Bell vom Lamont-Doherty Earth Observatory in Palisades, New York, entdeckte die Seen mit Hilfe von Satelliten und Radar im Osten der Antarktis. Zwei der neu entdeckten Seen sind die zweit- bzw. drittgrößten Seen unterhalb der Eismassen überhaupt. Sie liegen in der Nähe des Recovery-Eisstroms - einer der größten Eisströme in der Antarktis - der pro Jahr etwa 35 Mrd. Tonnen Eis aus dem Inneren der Antarktis in die Weddell-See befördert. Das Wasser bewirkt, dass die Eisschichten schneller über den darunter liegenden Felsen gleiten. "Die Seen wirken wie eine Maschinenbatterie, die den Motor antreibt, mit dem das Eis in den Ozean getrieben wird", sagt Bell.

In den vergangenen 20 Jahren haben Wissenschaftler mehr als 150 Seen unter dem Eis der Antarktis entdeckt. Sie entstehen durch Erdwärme und den isolierenden Effekt der Eisschichten.

... mehr zu:
»Antarktis »Eispanzer »Eisschicht »Eisstrom

Die Forscher glauben, dass Seen unterhalb der Antarktis die Eisströme wesentlich beeinflussen. Sie sollten deshalb auch in Simulationen für die Auswirkungen des Klimawandels berücksichtigt werden.

Christoph Marty | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nature.com/index.html

Weitere Berichte zu: Antarktis Eispanzer Eisschicht Eisstrom

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Rest-Spannung trotz Megabeben
13.12.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien
13.12.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften