Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Seltenes Saurierbaby-Fossil in der Antarktis gefunden

13.12.2006
Neuseeland: Ur-Maus-Fossil beweist Säugetiere auf der Doppelinsel

Gleich zwei bedeutende fossile Funde hat die Wissenschaft in dieser Woche zu melden: Ein US-Forscherteam hat in der Antarktis ein knapp 1,5 Meter langes rund 70 Mio. altes Plesiosaurier-Baby gefunden, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. Einem australischen Forscherteam ist ein sensationeller Fund auf der neuseeländischen Südinsel gelungen: Sie haben den versteinerten Knochen einer Ur-Maus, die vor 16 bis 19 Mio. Jahren ausgestorben ist, entdeckt und damit bewiesen, dass auch hier indigene Landsäugetiere gelebt haben.

Das achtköpfige Forscherteam um James Martin hat den jungen Meeressaurier auf der Vega-Insel vor der antarktischen Halbinsel gefunden. Es ist äußerst selten, dass juvenile Fossilien gefunden werden, da die sterblichen Reste meist von anderen Tieren gefressen wurden. Der Plesiosaurier, der im ausgewachsenen Zustand etwa eine Länge von zehn Metern erreicht, wurde in vulkanischer Asche gefunden, was die Forscher vermuten ließ, dass das Tier von einer Vulkaneruption überrascht wurde. Wie der Paläontologe Tony Fiorillo vom Dallas Museum of Nature and Science bestätigt, sind Fossilien von Jungtieren auch deshalb so selten, weil ihre Knochen schneller zerfallen als jene von adulten Tieren.

Der Fossilfund in der Antarktis bietet nun auch neue Einblicke in das Leben der aquatisch lebenden Plesiosaurier. Vor 70 Mio. Jahren lebten diese Saurier als gefährliche Räuber im südlichen Meer, dessen Küsten damals von dichten Farnen und Koniferen bewachsen waren - die klimatisch eher dem Süden Südamerikas entsprachen - und wesentlich wärmer waren. Das Fossil des Sauriers ist zwar gut erhalten, allerdings fehlt der Schädel. Und trotz intensiver Suche, war es den Forschern in der unwirtlichen Region mit Windspitzen von mehr als 100 km/h, nicht möglich diesen zu finden.

... mehr zu:
»Antarktis »Fossil »Neuseeland

Der zweite Fossilfund bringt nun endlich Licht in die Besiedlung der Insel Neuseeland. Die fossilen Knochenreste, die das Forscherteam um Trevor Worthy von der australischen Adelaide-University gefunden hat, sind der erste echte Beweis dafür, dass auch auf der Doppelinsel eigene indigene Säugetiere lebten, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com . Heute sind die einzigen Landsäuger Opossums, die mit Menschen auf die Inseln gekommen sind, obwohl es eigene Spezies von Fledermäusen, Seelöwen und Robben gibt. Die gefundenen Fossilien sind zwischen 16 und 19 Mio. Jahre alt, daher nehmen die Forscher an, dass die "Ur-Maus" mindestens 100 Mio. Jahre überlebt haben muss, ehe sie ausstarb. Das große Rätsel um die Fauna Neuseelands war, dass es bisher keine Funde von Fossilien gab. In Australien hingegen, das mit der Doppelinsel damals eine Landmasse bildete, wurden zahlreiche Fossilien von frühen Säugern gefunden. Die neuen Funde würden deutlich machen, dass die gleichen Lebewesen auf den beiden Landmassen lebten und erst später ausgestorben sind.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nature.com

Weitere Berichte zu: Antarktis Fossil Neuseeland

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Forscher gehen Sumatra-Erdbeben auf den Grund
29.05.2017 | MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen

nachricht Neue Erkenntnisse zum Meeresspiegel-Anstieg
26.05.2017 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise