Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Klimawandel im Paradies – deutsch-karibische Forschungskooperation

29.11.2006
Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) unterzeichnete am 27.11.2006 einen Kooperationsvertrag mit dem Caribbean Community Climate Change Centre (CCCCC).

Der wissenschaftliche Austausch ermöglicht den Staaten der Karibik, die negativen Folgen des globalen Klimawandels für ihre Region besser abzuschätzen und geeignete Anpassungsmaßnahmen zu ergreifen.

Viele Menschen assoziieren mit der Karibik eine Traumreise zu weißen Stränden, was aber die Lebenswirklichkeit vor Ort nur teilweise widerspiegelt: Der steigende Meeresspiegel und zunehmend stärkere Hurrikans stellen eine Bürde für die Bevölkerung der Karibikstaaten dar, die wirtschaftlich von Tourismus und Landwirtschaft abhängig ist.

„Man kann die bedrohlichen Auswirkungen des Klimawandels schon jetzt hautnah erleben“, sagt der Meteorologe und CCCCC-Direktor Kenrick Leslie. „Unsere Politiker höchsten Ranges haben mittlerweile verstanden, dass der Klimawandel ein ernsthaftes Problem für die Karibikstaaten darstellt.“ Nun komme es darauf an, für die Menschen in der Region eine sozial und ökonomisch nachhaltige Entwicklung zu sichern. „Der Erhalt der touristischen Attraktivität der Region spielt dabei eine Schlüsselrolle“, betont er.

... mehr zu:
»CCCCC »Karibikstaaten »Klimawandel

Das CCCCC ist eine Forschungs- und Beratungseinrichtung der Karibikstaaten (CARICOM) und arbeitet seit seiner Gründung 2002 daran, die Risiken des Klimawandels für die Karibik zu präzisieren. In gemeinsamen Forschungsprojekten von PIK und CCCCC soll untersucht werden, wie man die Risiken des Klimawandels für den Tourismus in der Karibik mit innovativen Ansätzen managen kann. Zu diesem Zweck ist geplant, dass das PIK seine Erfahrungen mit regionalen Klimavorhersagen zur Verfügung stellt.

Unterzeichnet wurde der Kooperationsvertrag durch Kenrick Leslie und PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber.

Schellnhuber hält die Arbeit des karibischen Climate Change Centre für außerordentlich sinnvoll und wichtig. So dringend die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen vor allem in den Industrieländern sei, um einen unbeherrschbaren Klimawandel zu verhindern –„manche Auswirkungen werden in der Karibik nicht mehr aufzuhalten sein.“ Er ist überzeugt, dass die Kooperation zwischen einem global ausgerichteten Institut wie dem PIK und dem karibischen Partner Früchte tragen wird: „Durch die wissenschaftliche Unterstützung des PIK erhalten die karibischen Staaten bessere Planungsgrundlagen für Anpassungsmaßnahmen, um das Unvermeidbare so beherrschbar wie möglich zu machen.“

*Kontakt *fritz.reusswig@pik-potsdam.de, Tel.: +49-331-288-2576

Uta Pohlmann | PIK Potsdam
Weitere Informationen:
http://www.pik-potsdam.de

Weitere Berichte zu: CCCCC Karibikstaaten Klimawandel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Der steile Aufstieg der Berner Alpen
24.03.2017 | Universität Bern

nachricht Internationales Team um Oldenburger Meeresforscher untersucht Meeresoberfläche
21.03.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise