Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschung am Mittelatlantischen Rücken

07.11.2006
Münsteraner Geologen starten zu einer Forschungsfahrt

Zu einer vierwöchigen Forschungsfahrt mit dem neuen deutschen Forschungsschiff "Maria S. Merian" starten Prof. Dr. Harald Strauß, Marc Peters und Charlotte Ockert vom Geologisch-Paläontologischen Institut der WWU Münster am 8. November in Martinique. Geplant sind umfangreiche Forschungsarbeiten am Mittelatlantischen Rücken.

Mit einem Bohrgerät werden in 3000 m Tiefe am Mittelatlantischen Rücken Gesteinsproben gewonnen. Sie sollen Aufschluss geben über die Bildung der Erze, aber auch über die Wechselwirkungen zwischen heißen Lösungen, Gesteinen und den Bakteriengemeinschaften. Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Schwerpunktprogramms 1144 der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Der Mittelatlantische Rücken ist ein untermeerisches Gebirge, das sich zwischen Island im Norden und der Antarktis im Süden am Grund des Atlantischen Ozeans entlang zieht. Als Teil eines weltumspannenden Netzwerks mittelozeanischer Rücken mit einer Gesamtlänge von rund 60.000 Kilometer ist auch der Mittelatlantische Rücken die Geburtsstätte neuen Ozeanbodens. Die Förderung heißer Lava drückt dabei die Kontinente auf beiden Seiten des Nord- und Südatlantiks um einige Zentimeter pro Jahr auseinander.

An verschiedenen Stellen entlang des Mittelatlantischen Rückens stoßen so genannte "Schwarze Raucher" heiße, metallreiche Lösungen aus, die als Sulfiderze abgeschieden werden. Diese hydrothermalen Lösungen bilden zugleich die Grundlage eines komplexen Ökosystems aus Bakterien, Muscheln und Krebsen.

Das neue deutsche Forschungsschiff "Maria S. Merian" war erst im Februar dieses Jahres in Dienst gestellt worden. Es gilt zur Zeit als das modernste schwimmende Labor der Welt und hat einen Wert von 56,4 Millionen Euro. Das 95 Meter lange Schiff mit Heimathafen Rostock ist für den Einsatz im Atlantik bis zum Eisrand, für Nord- und Ostsee, aber auch für Fahrten bis zum Äquator geeignet. Die "Merian" bietet mit ihren zahlreichen Labor- und Arbeitsräumen Platz für 22 Forscher und 21 Besatzungsmitglieder. Von den wissenschaftlichen Exkursionen, an denen auch die WWU Münster beteiligt ist, werden grundlegend neue Erkenntnisse in der Ozeanographie, der marinen Geologie, der Meeres- und Luftchemie, der marinen Geophysik bis hin zur Meteorologie erwartet.

Pressestelle | Universitaet Muenster
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenster.de
http://www.uni-muenster.de/GeoPalaeontologie/Geologie/Histo/Regiologo.html

Weitere Berichte zu: Forschungsschiff Mittelatlantisch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Neue Erkenntnisse zum Meeresspiegel-Anstieg
26.05.2017 | Universität Siegen

nachricht Polarstern ab heute unterwegs nach Spitzbergen, um Rolle der Wolken bei Erwärmung der Arktis zu untersuchen
24.05.2017 | Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V. (TROPOS)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften