Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DNA-Untersuchung soll Herkunft der Südseevölker lösen

24.07.2006
National Geographic setzt Genographic-Programm fort

Um die Besiedlung des Planeten Erde genau zu dokumentierten, wurde das "Genographic"-Projekt von dem Wissenschaftsmagazin National Geographic und dem Konzern IBM ins Leben gerufen. Nun ist das Team in Französisch Polynesien angekommen und will feststellen, von wo aus die Inseln im östlichen Teil Polynesiens besiedelt wurden, berichtet das Pacific Magazine http://www.pacificmagazine.net . Dazu sollen zwischen 1.000 und 2.000 DNA-Proben genommen werden. Bis jetzt gibt es keine Anzeichen von Widerstand gegen die Untersuchung.

2005 wurde das Genographic-Project https://www3.nationalgeographic.com/genographic/?fs=www3.nationalgeographic.com gestartet. Bis zu 100.000 Erdbürger sollten ihre DNA-Proben abgeben, um so Licht in die Besiedlung des Planeten Erde zu bringen (pte berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=050413018 ). Allerdings waren die Forscher nicht überall willkommen. Nach einem Boykott-Aufruf des US-amerikanischen Indiginous Peoples Council on Biocolonialism http://www.ipcb.org , das das gesamte Projekt in Frage stellt, hatten auch die Maoris in Neuseeland ihre Ablehnung kundgetan. (pressetext berichtete http://www.pte.at/pte.mc?pte=050425039 )

Besonderes Interesse gibt es seitens der Forscher an den entlegenen Regionen wie etwa den Marquesas-Inseln. Für Keitapu Maamaatuaiahutapu, den verantwortlichen Minister für Forschung und Wissenschaft in Französisch Polynesien, stellt die Untersuchung allerdings kein Problem dar. Wie Tahitipresse http://www.tahitipresse.pf berichtete, könnten diese Forschungsergebnisse Licht in die Besiedelung der Inseln bringen. Die DNA-Proben, die genommen wurden, sollen nach der Auswertung allerdings auf Tahiti bleiben, erklärten die Verantwortlichen. Die Politiker des französischen Territoriums wollen die Garantie dafür, dass die Proben nicht an Labors weiterverkauft werden. Bevor es zu den tatsächlichen Probennahmen Anfang 2007 kommt, müssten die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt und fixiert werden.

Die meisten wissenschaftlichen Theorien besagen, dass die Polynesier von Südostasien aus die Inseln besiedelt hatten. Allerdings gibt es auch Forscher, die davon ausgehen, dass sie von Südamerika auf die Inseln kamen. "Die Arbeit, die wir durchführen, wird Licht in die Geschichte der Polynesier, aber auch der gesamten Menschheit bringen", zeigt sich Spencer Wells, Verantwortlicher bei National Geographic überzeugt. "Öffentliche Kommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil der gesamten Arbeit", so der Experte, der für das Projekt einen Etat von 40 Mio. Dollar zur Verfügung hat. Bis 2010 soll dann geklärt sein, welche Migrationswege der Mensch in den vergangenen 200.000 Jahren genommen hat. Einen großen Erfolg konnten die Forscher, die sich in erster Linie für isoliert lebende Menschengruppen interessieren, schon vorweisen: In Nord-Pakistan konnten sie direkte Nachfahren von Dschingis-Khan ausmachen.

Hauptkritikpunkt der indigenen Völker ist die Tatsache, dass sie in dem Projekt eine neue Form des Kolonialismus sehen: "Indigene Völker haben bereits eine lange von den Ahnen übermittelte Geschichte ihrer Herkunft. Weitere Beweise über die Migration sind daher hinfällig", so Paul Reynolds vom Maori Research Centre an der University of Auckland.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nationalgeographic.com

Weitere Berichte zu: DNA-Probe Polynesien Südseevölker

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Der Januskopf des südasiatischen Monsuns
15.06.2018 | Max-Planck-Institut für Chemie

nachricht Was das Eis der West-Antarktis vor 10.000 Jahren gerettet hat, wird ihr heute nicht helfen
14.06.2018 | Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Überdosis Calcium

Nanokristalle beeinflussen die Differenzierung von Stammzellen während der Knochenbildung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Basel haben einen Hauptschalter für die Regeneration von Knochengewebe identifiziert....

Im Focus: Overdosing on Calcium

Nano crystals impact stem cell fate during bone formation

Scientists from the University of Freiburg and the University of Basel identified a master regulator for bone regeneration. Prasad Shastri, Professor of...

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hengstberger-Symposium zur Sternentstehung

19.06.2018 | Veranstaltungen

LymphomKompetenz KOMPAKT: Neues vom EHA2018

19.06.2018 | Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rätselhaftes IceCube-Ereignis könnte von Tau-Neutrino stammen

19.06.2018 | Physik Astronomie

Automatisierung und Produktionstechnik – Wandlungsfähig – Präzise – Digital

19.06.2018 | Messenachrichten

Überdosis Calcium

19.06.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics