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Identifizierung von gefährdeten Regionen soll Vorbereitungen erleichtern
Wissenschaftler der Columbia University haben im Auftrag der Weltbank eine Liste von besonders gefährdeten Regionen der Erde erstellt. Um Katastrophen wie dem erneuten Erdbeben in Indonesien besser entgegentreten zu können, werden vom Brüsseler Centre of Research on the Epidemiology of Disasters (CRED) Datenbanken über Katastrophen nach Ländern geordnet in die Liste eingearbeitet, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature.
"Datenbanken allein können aber zukünftige Katastrophen wohl kaum vorhersagen", so Studienautor Maxx Dilley von der Columbia University. "Notwendig sind neben den reinen Daten aus der Vergangenheit auch noch Informationen über die Bevölkerungsdichte und über die Frage, wie wohlhabend die Menschen in einer Region sind. Damit können die Folge einer Katastrophe besser eingeschätzt werden", erklärt der Experte. Dilley hat zu diesem Zweck die Erde in Parzellen von jeweils 25 Quadratkilometer eingeteilt und dann die Risiken von sechs verschiedenen Naturkatastrophen wie Wirbelstürmen, Erdrutschen oder Erdbeben errechnet.
Demnach zählen Burundi, Bangladesch, Nepal, Haiti und Taiwan zu den am stärksten bedrohten Ländern. In diesen Staaten sind 90 Prozent der Bevölkerung hoch gefährdet bei mindestens zwei verschiedenen Naturkatastrophen ums Leben zu kommen. Zwar waren den meisten Wissenschaftlern die "Katastrophen-Hotspots" bekannt, eine derart genaue und detaillierte Definition gab es bisher jedoch nicht, wie auch Maryvonne Plessis-Fraissard, Direktorin für Transport und städtische Entwicklung, bei der Weltbank meinte.
Viele der Katastrophen sind zwar nicht verhinderbar, aber Zerstörungen und die Opferzahlen können gering gehalten werden, wenn etwa in erdbebengefährdeten Regionen sicherer gebaut wird. Problematisch ist allerdings, dass viele der bedrohten Regionen finanziell schwach sind. Entwicklungsländer werden von solchen Naturereignissen besonders schwer getroffen. Nach Angaben der Wissenschaftler soll die Weltbank gerade darauf reagieren und Vorsorge treffen. So wurden etwa in der Türkei Hauseigentümer dazu aufgefordert Versicherungen bei privaten Unternehmen abzuschließen, um die Staatskasse im Falle einer Katastrophe nicht zu belasten.
"Wir müssen endlich aufhören, Dinge noch zu verkomplizieren", meint CRED-Direktor Debarati Guha-Sapir auf die Frage nach der Anwendung neuer Technologien. "Wenn man Probleme nach Katastrophen reduzieren will, muss man Menschen ganz einfach bessere Wohnmöglichkeiten, eine bessere Erziehung und bessere Gesundheitsservices geben."
Wolfgang Weitlaner | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.earth.columbia.edu
www.cred.be
www.nature.com
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