Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Niederschläge verlässlich vorhersagen

26.05.2003


Universität Karlsruhe ist an neuem DFG-Schwerpunktprogramm beteiligt



Wie wichtig eine verlässliche Vorhersage von Niederschlägen für Bevölkerung, Behörden und Wirtschaft ist, hat die Flutkatastrophe im Jahr 2002 erneut gezeigt. Doch noch sind Vorhersagen nicht so präzise, dass Unwetterwarnungen immer genau und früh genug erfolgen können. Bessere Vorhersagemodelle zu entwickeln, ist Ziel des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ab Anfang 2004 geförderten neuen Schwerpunktprogramms "Quantitative Niederschlagsvorhersage: ein Anspruch der Gesellschaft an die Meteorologie", an dem das Institut für Meteorologie und Klimaforschung (IMK) der Universität Karlsruhe beteiligt ist.



Bisher vorhandene Modelle für die Wettervorhersage stellen unter anderem die Verdunstung und den Transport von Wasser in der Atmosphäre noch nicht exakt genug dar. In dem von den meteorologischen Instituten der Universitäten Karlsruhe, Bonn und Hohenheim sowie dem Deutschen Wetterdienst (DWD) Offenbach initiierten Projekt sollen die physikalischen und chemischen Prozesse bestimmt werden, die für die oft nicht ausreichende Qualität von Vorhersagen verantwortlich sind, und bessere Prozessbeschreibungen eingeführt werden. Wie IMK-Leiter Professor Dr. Christoph Kottmeier erklärt, planen die Wissenschaftler, die Nutzung aller vorhandenen Daten zu verbessern und neueste Messverfahren vom Boden und über Satelliten zu erforschen. Durch statistisch-dynamische Analysen wollen sie klären, wo die natürlichen physikalischen Grenzen der Vorhersagbarkeit von Wetter - selbst mit modernsten Großrechnern - liegen.

Der Deutsche Wetterdienst bringt Personal sowie die erforderlichen Wetter- und Klimadaten ein und stellt den Universitäten sein Vorhersagesystem einschließlich des Offenbacher Großrechners als Experimentalsystem zur Verfügung. Die Laufzeit des Projekts beträgt voraussichtlich sechs Jahre. Aus 58 Anträgen hat die DFG 14 Schwerpunktprogramme zur Förderung ausgewählt.

Nähere Informationen:

Professor Dr. Christoph Kottmeier
Institut für Meteorologie und Klimaforschung (IMK)
Telefon 0721 - 608-6370
E-mail: christoph.kottmeier@imk.uka.de

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-karlsruhe.de/~presse/pm_1231.html

Weitere Berichte zu: DFG Klimaforschung Meteorologie Vorhersage Wetterdienst

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Von der Bottnischen See bis ins Kattegat – Der Klimageschichte der Ostsee auf der Spur
28.03.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

nachricht Einfluss der Sonne auf den Klimawandel erstmals beziffert
27.03.2017 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit