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Hamadab Expedition - Studenten graben antike Stadt im Sudan aus

13.03.2003


Grabungspraktikum, Hamadab Expedition, Foto: Pawel Wolf


Archäologiestudenten der Berliner Humboldt-Universität und der Universität Shendi im Nordsudan erforschen gemeinsam die Ruinen des antiken Hamadab. Gerade in der derzeitigen brisanten Situation der Weltpolitik besitzt diese Form des Dialoges zwischen Europa und dem islamischen Nordostafrika eine kaum zu unterschätzende Bedeutung.


Die 2000 Jahre alte Stadtsiedlung von Hamadab ist der Nachbarort von Meroe-City, der Hauptstadt des Nordsudan in den Jahrhunderten um die Zeitenwende. Spektakulär war im letzten Jahr die Freilegung eines ihrer Stadtteile auf 2000 Quadratmetern. Im Februar dieses Jahres wurden Reste ihrer Stadtmauer gefunden. Oberflächensondagen lieferten Hinweise auf die Form und Ausdehnung der Stadt.

Projektleiter Dr. Pawel Wolf ist sehr optimistisch, dass die Ausgrabungen eine Fülle von wertvollen Funden und Erkenntnissen über das Leben in dieser Stadt vor zwei Jahrtausenden zutage bringen wird: "Schon die Oberflächensondagen lieferten interessante Funde", so Wolf. "Die Baureste sind bemerkenswert gut erhalten und der Ort ist archäologisch fast unberührt. Hamadab ist eine erstklassige Chance, eine antike afrikanische Stadt nahezu vollständig rekonstruieren zu können."


Die Ausgrabungen werden maßgeblich durch das vom BMBF geförderte Projekt "Antikes Niltal VR", der Berliner Art+Com AG, des Deutschen Archäologischen Instituts und der ixl-AG unterstützt. Dabei wird ein neuartiges, 3D-basiertes Echtzeit-VR-Dokumentationssystem in Verbindung mit GIS und Datenbanken entwickelt.


Kontakt:

Hamadab Expedition
c/o Seminar für Ägyptologie und Sudanarchäologie
Humboldt-Universität zu Berlin
Projektleitung: Dr. Pawel Wolf
Tel. 030 - 4797328
Fax 030 - 4797326
Tel. 033984 - 50602
Fax 033984 -5 0603
E-mail: pwolf@rios.de

Heike Zappe | idw
Weitere Informationen:
http://www.hamadab.de

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