Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Satellit misst Eisflächen

13.01.2003


ICESat von der Airforce-Base Vandenberg gestartet

... mehr zu:
»Antarktis »Eisfläche »ICESat »Satellit

Ein Satellit zur Beobachtung der Eisdecke, ist am Sonntag von der Airforce-Base Vandenberg in Zentral-Kalifornien in die Erdumlaufbahn geschossen worden. ICESat soll den Forschern genau Aufschluss über Veränderungen der Eisdecken in der Arktis und Antarktis liefern.

Die Ergebnisse der Forschungsberichte sollen zu Modellen für die Berechnungen herbeigezogen werden, wie sich ein steigender Meeresspiegel aufgrund schrumpfender Gletscher und Eisdecken auswirken würde. Nach Angaben von BBC-News warten die Geo-Forscher bereits seit 30 Jahren auf einen solchen Satelliten. Gemeinsam mit ICESat wurde auch noch ein zweiter Satellit mit ins All geschossen: Der "Cosmic Hot Interstellar Plasma Spectrometer" (CHIPSat) soll Astronomen helfen die heißen Gase, die zwischen den Sternen liegen, zu vermessen.


Die Software, die zur bildlichen Darstellung der Eisregionen verwendet wird, stammt von Forschern der Ohio State University. Mit Hilfe von einem radarähnlichen System namens "Light Detection and Ranging" (Lidar) wird das Eis vermessen. Das System nutzt die Lichtreflexionen der Erdoberfläche aus und kann so erkennen, ob eine Eisfläche schrumpft, gleichbleibt oder sich ausdehnt. Besonders die McMurdo Dry Valleys, die größten eisfreien Gebiete der Antarktis, sind dazu geeignet. Dort kann genau gemessen werden, wie sich die Eisflächen rund um das Gebiet entwickeln. "Die Messung in den trockenen Tälern ist sehr schwierig, weil die freigelegten Felsen sehr dunkel sind und das Eis sehr hell ist", erklärt Bea Csatho, Forschungsleiterin am Ohio State’s Byrd Polar Research Center. "Diese Kontrastunterschiede können zu Fehlern in den Lidar-System-Messungen führen", meint die Wissenschaftlerin.

Das Ohio-Forschungsteam hat genau jene Probleme aber bereits vorher gelöst. Messungen in der Stadt Ocean City haben die Wissenschaftler dazu veranlasst, das System nach den hellen und dunklen Stellen zu justieren. "Auch Hausdächer und unterschiedliche Niveaus von Gebäuden weisen schwierige Strukturen auf", erklärt Tony Schenk, Professor für Bauingenieurswesen und Geodäsie, der die Software entwickelt hat. Das neue System kann auch die geografischen Niveauunterschiede einfach feststellen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.osu.edu

Weitere Berichte zu: Antarktis Eisfläche ICESat Satellit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Expedition ans Ende der Welt
29.11.2016 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Lakkolithe können auch während eines Vulkanausbruchs entstehen
24.11.2016 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie