Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

165.000 Euro für die Entwicklung einer Regenmaschine

02.12.2002


Fein zerstäubtes Wasser wird in Luft gesprüht und bildet Regenwolken



In Großbritannien sind staatliche Gelder für Erfinder rar. Der britische Ingenieur Stephen Salter von der University of Edinburgh hat den Engineering and Physical Sciences Research Council überzeugt und erhält für die Entwicklung einer "Regenmaschine" rund 165.000 Euro. Salter glaubt, dass Menschen mit seiner Maschine in großem Maßstab das Wetter kontrollieren könnten und die Landwirtschaft in Wüsten möglich wird.

... mehr zu:
»Meeresspiegel »Turbine »Wolke


Die "Regenmacher-Maschine" verwendet Windenergie, um eine 61 Meter hohe Turbine anzutreiben. Die Turbine entzieht dem Meer Wasser und verwandelt es in Wasserdampf. Über Düsen wird der Dampf in die Atmosphäre versprüht, um Wolken zu bilden. Für Kollegen ist die Idee des 62-jährigen Salters allerdings unglaubwürdig. Bei der Turbine, die den Wind für die Maschine generiert, handelt es sich um eine Vertikalachsen-Windturbine nach dem Darrieus-Prinzip. Diese hat den Vorteil, dass sie der sich ändernden Windrichtung nicht nachgeführt werden müssen. Die Turbinenblätter besitzen im Inneren Wasserrohre. Durch die Zentrifugalkraft der sich drehenden Blätter wird das Wasser aus dem Meer gesaugt und etwa 61 Meter nach oben getrieben. Düsen an den Turbinenblättern sorgen dafür, dass das Wasser in der die Atmosphäre verdampft. Das Salz des Meerwassers kristallisiert aus und fällt ins Meer zurück.

Salter will seine Maschine auf Katamaranen stationieren und diese vor den Küsten von Wüstengegenden platzieren. In allzu trockenen Regionen funktionieren sie aber nicht, da die künstlichen Wolken nicht die benötigte kritische Masse produzieren. Einsatz sollen die "Regenmacher-Maschinen" daher in Gebieten finden, wo es zwar Wolken gibt, aber zu wenige, um Regen zu produzieren.

Laut Schätzungen von Salter könnten durch den Einsatz hundertausender derartiger Maschinen über viele Jahre hinweg so viel Wasser aus dem Meer auf das Land transferiert werden, dass sich der Meeresspiegel um ca. 0,9 Meter senken würde. Vision des Forschers ist es, auf diesem Weg den durch die globale Erwärmung ausgelösten Anstieg des Meeresspiegels abzuwehren. Salter ist sich bewusst, dass die Erfindung in der Versenkung enden könnte. "Aber einen Versuch ist es wert", erklärt der Forscher in einem Bericht der britischen Times.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.thetimes.co.uk

Weitere Berichte zu: Meeresspiegel Turbine Wolke

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Open Science auf offener See
19.01.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Bisher älteste bekannte Sauerstoffoase entdeckt
18.01.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie