Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aquatisches Leben der Großen Seen unter der Lupe

10.09.2002


US-Geological Survey wird zwischen 2003 und 2005 das Leben der Süßwasserseen erforschen

Von 2003 bis 2005 soll das größte Süßwassergebiet der USA, die großen Seen, genau erforscht werden, berichtet die US-Geological Survey. Insgesamt fünf Mio. Dollar werden dafür von der Regierung zur Verfügung gestellt. Die Forscher wollen das reiche Leben der Seen genau unter die Lupe nehmen. Dabei soll auch untersucht werden, wie sehr das Leben der Seen durch den Menschen gestört wurde.

"Ziel der Untersuchung soll sein, diejenigen Lebewesen, die häufig in dem Habitat vorkommen, auch weiterhin häufig dort leben zu lassen", so Donna Myers, Koordinatorin des USGS Great Lakes Aquatic GAP Analysis Programm. "Der wirksamste Umweltschutz ist immer noch die Erhaltung des Lebensraumes und nicht die Annährung, dass Spezies für Spezies erhalten werden soll", so die Forscherin. Dazu müsse erst genau untersucht werden, welche Plätze das sind. Nach ersten Schätzungen gibt es im gesamten Gebiet mehr als 30 endemische Pflanzen. Das sind Spezies, die nur dort heimisch sind. Hinzu kommen noch rund 300 verschiedene Fischarten und Süßwassermuscheln, Schnecken, Krebsarten und aquatische Insekten.

Zu den Besonderheiten des gesamten Gebietes zählen auch die umliegenden Küstengegenden, zufließenden Flüsse und Bäche und Marschländer, die für das gesamte Ökosystem, das eine Fläche von mehr als 320.000 Quadratkilometer umfasst, eine wichtige Rolle spielen. Gefährdet sind die Großen Seen nicht nur durch den Menschen, der mit dem Eintrag von Chemikalien aus der Landwirtschaft und anderen Abwässern das Leben in den Biotopen zerstört, sondern auch durch invasive Arten, die aus anderen Teilen der Welt eingeschleppt werden. Zu den gefährlichen Bioinvasoren zählen fremde Muscheln, Schnecken und Fischarten. "Die Wiederherstellung und die Erhaltung der Biodiversität des Ökosystems wird auch für den Menschen positive Begleiterscheinungen haben", so Myers. Tourismus, Landwirtschaft, die Trinkwasserversorgung und Fischfang werden dabei genannt.

Das Projekt wird von den US-Bundesstaaten Michigan, Ohio und Wisconsin positiv aufgenommen. Die Projektleitung wird vom USGS Great Lakes Science Center in Ann Arbor, Michigan ausgehen. Dort werden alle Daten verarbeitet.

Wolfgang Weitlaner | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.usgs.gov/
http://www.glsc.usgs.gov/GLGAP.htm
http://www.gap.uidaho.edu/

Weitere Berichte zu: Lupe Spezie USGS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Satelliten erfassen Photosynthese mit hoher Auflösung
13.10.2017 | Max-Planck-Institut für Biogeochemie

nachricht Erforschung des grönländischen 79°-Nord-Gletschers
12.10.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik