Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erfolgreiche Tests für Marsmission 2011

17.04.2008
Die Funktion eines Testballons für die Marsmission Archimedes im Jahr 2011 wurde am 4. April von Wissenschaftlern der Universität der Bundeswehr München in der Vakuumkammer erfolgreich getestet. Am 14. Juni 2008 wird erstmals ein kompletter Testballon von einer Höhenforschungsrakete in den erdnahen Weltraum transportiert und die Entfaltung des Ballons getestet.

Die Vorbereitungen und Tests für die Archimedes-Mission 2011 laufen auf Hochtouren. Ein wichtigen Teilschritt konnten Wissenschaftler an der Universität der Bundeswehr München am 25. März am Institut für Raumfahrttechnik und am 5. April bei der Firma IABG in Ottobrunn erzielen:

Sie testeten erfolgreich das sogenannte "Inflation Systems Deck" unter simulierten Weltraumbedingungen in der Vakuumkammer. "Beim geplanten Marsanflug des Archimedes-Ballons steuert das Inflation Systems Deck die Entfaltung des Ballons im Weltraum und regelt die Befüllung des Ballons mit Helium", erklärt der Projektleiter Hannes Griebel vom Institut für Raumfahrttechnik.

Das System ist Teil des Service Moduls des Raumflugversuchs MIRIAM und besteht aus dem Aufblassystem, der Bordelektronik, Telemetriesendern und anderen Kompo-nenten. Das Flugversuchssystem MIRIAM wurde vom Institut für Raumfahrt-technik an der Universität der Bundeswehr München gemeinschaftlich mit dem Institut für Leichtbau, der Mars Society Deutschland e.V. sowie weiteren Experten entwickelt.

Rakete transportiert Testballon "MIRIAM" in 230 Kilometer
Der Raumflugversuch MIRIAM ist der zentrale Missionstest und findet am 14. Juni auf dem Raketentestgelände ESRANGE bei Kiruna, Nord-Schweden statt. Eine Rexus-Rakete der DLR transportiert das gesamte Ballonssystem in eine Höhe von 230 Kilometern und wirft es dort aus.

Anschließend folgt das Aufblasen des Ballons und der Eintritt des vollständig entfalteten Ballons in die Erdatmosphäre. Die drei Bordcomputer des Flugsystems haben ständigen Kontakt zur Bodenstation und senden Messdaten und Bilder. Bis auf die Landung auf dem Mars ähneln alle Flugphasen der Mission MIRIAM denen des späteren Archimedes-Ballons.

Mit dem Forschungsballon Archimedes soll 2011 die Atmosphärenstruktur des Mars erkundet werden. Dabei wird entscheidend sein, dass der Ballon störungsfrei aus dem Behälter ausgeworfen wird und sich im Anschluss problemlos entfaltet.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Michael Brauns
Pressesprecher
Tel.: 089/6004-2004/-3244
E-Mail: michael.brauns@unibw.de

Michael Brauns | idw
Weitere Informationen:
http://www.unibw.de/

Weitere Berichte zu: MIRIAM Marsmission

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Die Ostsee als Zeitmaschine
14.05.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Erste Bohrung in einen aktiven Unterwasservulkan
09.05.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics