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Zu Ostern: Ein Spiegelei aus Silberjodid

17.03.2008
Es sieht aus wie ein Spiegelei, besteht aber aus dem Salz Silberjodid.

Das Kristallgitter ist am GeoForschungsZentrum in Potsdam ordentlich unter Druck geraten und hat sich entsprechend dem Druck in drei verschiedene Phasen neu geordnet. Mit solchen Druckexperimenten untersuchen die Helmholtz-Forscherinnen und Forscher, wie sich Gesteine im Innern der Erde verhalten.


Fotonachweis: Jörn Lauterjung, GFZ

Denn viele Fragen an die Erde reichen tiefer, als man bohren kann. Da hilft es nur, Gesteine im Labor unter Druck- und Temperaturbedingungen zu bringen, wie sie in Hunderten oder gar Tausenden von Kilometern Tiefe unter unseren Füßen herrschen. Das erreicht man am GeoForschungsZentrum Potsdam mit Diamantstempelapparaturen. Um die Diamanten zu justieren, verwendet man Silberjodid (AgJ).

Auf dem Bild wird das kristalline Salz Silberjodid in einem solchen Diamantstempel unter hohen Druck gebracht. Dabei ergibt sich dieses Spiegelei. Man erkennt drei verschiedene Phasen des Materials: Im Zentrum die gelb erscheinende Phase höchsten Drucks (über 5,5 Kilobar), die von einem dunklen Ring umgeben ist, in dem ein hoher Druck zwischen 3,5 und 5,5 Kilobar herrscht. In der hellen Phase, die das "Spiegelei" umgibt, steht das Salz unter normalem Druck.

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»Gestein »Silberjodid

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 26.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,35 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894). www.helmholtz.de

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