Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Generalplanung für das europäische Projekt Aurora Borealis vergeben

19.12.2007
Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft hat nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren die Generalplanung für den Neubau des Forschungsbohreisbrechers Aurora Borealis an das Ingenieurbüro SCHIFFKO GmbH - Forschung und Entwicklung maritimer Systeme in Hamburg vergeben.

SCHIFFKO wurde 1955 gegründet und gehört seit Jahresende 2006 zum finnischen Wärtsilä Konzern. Aurora Borealis ist als eine Kombination von schwerem Eisbrecher und Mehrzweckforschungsschiff, mit einer fest installierten Bohranlage für das Bohren von Kernen in eisbedeckten Gebieten der Arktis und Antarktis, zu projektieren.

"Mit der Vergabe der Generalplanung an die Firma SCHIFFKO GmbH sind wir der Realisierung des europäischen Großprojektes Aurora Borealis einen entscheidenden Schritt weiter gekommen", erklärt Projektleiterin Dr. Nicole Biebow vom Alfred-Wegener-Institut. Eine wesentliche Voraussetzung für die Finanzierung des Baus von Aurora Borealis durch Deutschland und weitere internationale Partner ist ein überzeugendes technisches Konzept des Bohr- und Mehrzweck-Forschungsschiffes, insbesondere der dynamischen Positionierung im driftenden Eis. Außerdem erlaubt die grundsätzliche Überarbeitung des Schiffsdesigns auch eine realistische Kostenabschätzung für den Bau und den späteren Unterhalt des Schiffes.

Der Forschungseisbrecher Aurora Borealis soll für die nächsten 40 Jahre Tiefseebohrtechnik mit multinationaler Umwelt- und Klimaforschung vereinen. Eine der größten technischen Herausforderungen für die Ingenieure ist die Entwicklung der dynamischen Positionierung für ein Schiff der höchsten Eisklasse. Der Forschungseisbrecher Aurora Borealis muss in der Lage sein, sowohl im offenen als auch im vollständig eisbedeckten Wasser genau auf Bohrposition zu bleiben. Diese Technik ist bis jetzt noch bei keinem Schiff umgesetzt worden und erfordert daher ein völlig neues, innovatives Design- und Antriebskonzept. "Wir sind überzeugt, dass die Firma SCHIFFKO die sehr anspruchsvolle technische Herausforderung meistern wird", sagt Dr. Nicole Biebow. "Unser Ingenieur-Team freut sich riesig, die technische Ausarbeitung dieses Schiffes durchführen zu dürfen. Eine Chance, die man als Ingenieur nur einmal im Leben erhält", erklärt Albrecht Delius, Geschäftsführer der SCHIFFKO GmbH und Berend Pruin, Generalbevollmächtigter der SCHIFFKO GmbH, fügt hinzu:" Der Entwurf der Polarstern vor 25 Jahren war ein großer Meilenstein unserer Ingenieurleistung. Der Auftrag zur Entwicklung der Aurora Borealis zeigt einmal mehr unsere Kompetenz für innovative Schiffe mit besonderen Einsatzmerkmalen."

Bisher können in der Polarforschung viele der dringend notwendigen wissenschaftlichen Untersuchungen und Experimente aus technischen Gründen nicht ganzjährig durchgeführt werden. Wetter- und Eisverhältnisse verhindern das selbstständige Vordringen der Forschungsschiffe in die Packeisgebiete während der Schlechtwettersaison im Herbst und Winter, wenn die entscheidenden klimatischen, biologischen und ozeanographischen Prozesse stattfinden. Aurora Borealis wird diese wissenschaftlichen Untersuchungen erstmals ganzjährig in beiden Polargebieten möglich machen.

Hinweise für Redaktionen:
Ihre Ansprechpartnerinnen am Alfred-Wegener-Institut sind Dr. Nicole Biebow (Tel. 0471 4831-1011; E-Mail: Nicole.biebow@awi.de) und Dr. Martina Kunz-Pirrung (Tel. 0471-4831-1236; E-Mail: Martina.Kunz-Pirrung@awi.de). Der Ansprechpartner bei SCHIFFKO ist Berend Pruin (Generalbevollmächtigter SCHIFFKO GmbH, Tel. 040-37609-152, Mobil: 0172-4111155, E-Mail: berend.pruin@schiffko.com).

Bitte senden Sie uns bei Veröffentlichung einen Beleg.

Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der mittleren und hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der fünfzehn Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Margarete Pauls | idw
Weitere Informationen:
http://www.awi.de/

Weitere Berichte zu: Antarktis Arktis Forschungseisbrecher Generalplanung SCHIFFKO

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Stabile Gashydrate lösen Hangrutschung aus
19.02.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Warum der Meeresboden in Bewegung gerät
13.02.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zukunft wird gedruckt

19.02.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer HHI präsentiert neueste VR- und 5G-Technologien auf dem Mobile World Congress

19.02.2018 | Messenachrichten

Stabile Gashydrate lösen Hangrutschung aus

19.02.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics