Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nordwest-Verbund Meeresforschung gegründet

19.12.2007
Heute, Mittwoch, den 19. Dezember, gründeten hochrangige Vertreter aus neun bremischen und niedersächsischen Forschungseinrichtungen im Bremer MARUM den "Nordwest-Verbund Meeresforschung".

Ziel ist es, die Meeresforschungseinrichtungen der Region langfristig besser als bislang miteinander zu verzahnen. Gleichzeitig versteht sich der Verbund als kompetenter Ansprechpartner der Meereswissenschaften auf politischer Ebene. Als ersten konkreten Schritt wollen die Partner ein Kompetenzzentrum Nordsee einrichten. Es wird sich mit dem globalen Wandel und dessen bereits heute absehbaren Folgen im Nordseeraum befassen.

"Mit dem neuen Netzwerk haben wir die Meeresforschungsinstitute an den Universitäten Oldenburg und Bremen sowie den außeruniversitären Einrichtungen in Wilhelmshaven, Bremerhaven und Bremen in einem Boot", sagt Prof. Michael Schulz, der zum Vorsitzenden des Verbunds gewählt wurde. "Damit bietet dieser regionale Verbund eine fachliche Kompetenz und inhaltliche Breite, die bundesweit einzigartig ist und in Europa eine Spitzenposition einnimmt." Insgesamt bieten die beteiligten Einrichtungen rund 1.500 Arbeitsplätze im Bereich Meeres- und Klimaforschung.

Wegen dringenden Forschungsbedarfs wollen die neun Partner in einem ersten Schritt ein Kompetenzzentrum Nordsee einrichten. Schließlich siedeln im Küstenraum zwischen Elbe und Ems etwa zwei Millionen Menschen, die von vermehrt auftretenden und stärkeren Sturmfluten sowie dem steigenden Meeresspiegel als Folge des globalen Wandels besonders betroffen sind. Nach neuesten Berechnungen könnten die Sturmwasserstände an der deutschen Nordseeküste bis zum Jahr 2100 um bis zu 80 Zentimeter ansteigen. "Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund sieht sich der Verbund in beratender Funktion als Gesprächspartner der Politik", sagt Prof. Gerold Wefer vom MARUM, der den neuen Forschungsverbund maßgeblich mit aus der Taufe gehoben hat . "Auf der Basis unserer Forschungsergebnisse wollen wir den Verantwortlichen aktuelles und zukunftweisendes Know-how an die Hand geben."

Getreu dem Motto Mehrwert durch Kooperation setzen die Meereswissenschaftler im Nordwesten auf Synergieeffekte. Sie wollen Forschungsvorhaben gemeinsam planen und durchführen sowie modernste Meeresforschungstechnologien abgestimmt nutzen und weiterentwickeln. Dabei wollen die Meeresforscher insbesondere auch Transferprojekte mit der Wirtschaft anstoßen.

Am Verbund sind folgende Einrichtungen beteiligt:
In Bremen: Universität, Jacobs University, Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, Zentrum für Marine Tropenökologie;
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Hoch¬schule Bremerhaven, Deutsches Schiffahrtsmuseum;

In Niedersachsen: Universität Oldenburg; Senckenberg Institut Wilhelmshaven.

Weitere Informationen/Interviews/Fotomaterial:
MARUM_Zentrum für Marine Umweltwissenschaften
an der Universität Bremen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Albert Gerdes
Tel. 0421 - 218-65540
Email: agerdes@marum.de

Albert Gerdes | idw
Weitere Informationen:
http://www.marum.de

Weitere Berichte zu: Meeresforschung Nordsee Nordwest-Verbund

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Der steile Aufstieg der Berner Alpen
24.03.2017 | Universität Bern

nachricht Internationales Team um Oldenburger Meeresforscher untersucht Meeresoberfläche
21.03.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise