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ABB und das kanadische Rohstoffunternehmen Uniterre Resources Ltd. haben heute in Berlin eine Absichtserklärung für die Entwicklung eines Offshore-Windparks vor der Pazifikküste im Nordwesten Kanadas unterzeichnet. Die Vereinbarung erfolgte im Rahmen des Besuchs von Kanadas Premierminister Jean Chretien bei Bundeskanzler Gerhard Schröder.
Der Windpark Nai Kun, der in der kanadischen Provinz British Columbia westlich der Queen Charlotte Islands an der Grenze zu Alaska errichtet werden soll, ist mit einer Leistung von 700 Megawatt das größte Windkraftprojekt Nordamerikas. Nach Fertigstellung der letzten Ausbaustufe im Jahr 2007 sollen maximal 350 Windräder jährlich rund 2000 Gigawattstunden Strom produzieren. Aufgabe von ABB ist in einem ersten Schritt die gesamte technisch-wirtschaftliche Entwicklung des Parks. Hierzu zählen unter anderem die exakten Windmessungen und -analysen, die Anbindung des Windparks an das bestehende Netz sowie die genaue Standortfestlegung der Windgeneratoren, die sich über eine Wasserfläche von ca. 80 Quadratkilometern erstrecken sollen.
ABB und Uniterre Resources gehen davon aus, die erforderlichen Genehmigungsverfahren, die technische Entwicklung und die Finanzierung innerhalb von knapp zwei Jahren abschließen zu können. Der Baubeginn für die ersten Windturbinen, die 80 Meter aus dem Wasser ragen, soll im Frühjahr 2004 erfolgen. Noch im gleichen Jahr soll die erste Teilinbetriebnahme erfolgen. Die Finanzierung soll ausschließlich auf privatwirtschaftlicher Basis erfolgen, Gespräche mit potenziellen Investoren sind im Gange.
Die jetzt abgeschlossene Vereinbarung sieht zudem vor, dass ABB beim Bau des Windparks die Rolle des Generalunternehmers übernimmt. Das damit verbundene Auftragsvolumen wäre das mit Abstand größte, seit ABB als Entwickler und schlüsselfertiger Anbieter erneuerbarer Energiesysteme am Markt agiert.
Wolfram Eberhardt | Quelle: ots
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