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Prototyp verlängert Sprechzeit am Handy von sechs Stunden auf zwei Tage
Forscher vom staatlichen Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) in Kalifornien haben auf der Basis einer Brennstoffzelle eine neuartige, wiederaufladbare Batterie entwickelt. Die Dünnfilm-Brennstoffzelle im Miniformat soll mit Methanol betrieben werden. Die Leistungsfähigkeit herkömmlicher Akkus übertrifft die Brennstoffzelle um das Dreifache, so die Entwickler. Der Standby-Betrieb eines Mobiltelefons verlängere sich damit von rund vier Tagen auf zwei Wochen, die Sprechzeit von sechs Stunden auf zwei Tage. Die Zelle soll bei Serienreife nur die Hälfte derzeitiger Akkus kosten und das bei einem Drittel des Gewichts.
Das Design und die Herstellungsart der Dünnfilm-Brennstoffzelle ließen sich die Entwickler bereits patentieren. Jeff Morse vom LLNL Center for Microtechnology Engineering rechnet damit, dass Brennstoffzellen-Energiequellen auf MEMS-Basis (micro-electrical-mechanical systems) wiederaufladbare Batterien - Lithium-Ionen und Lithiom-Ionen-Polymere – ersetzen werden. Anwendungsgebiete sind Mobiltelefone, Laptops und Handhelds. "Die Brennstoffzelle wurde so konzipiert, dass sie mit herkömmlichen wiederaufladbaren Batterien mithalten kann", so Morse. Schätzungen gehen von einem Preis von 1,5 bis drei Dollar pro Wattstunde aus.
Die Brennstoffzelle könne auch eine Alternative zu Wegwerf-Batterien darstellen. So sei es möglich, die Gesamtzahl der verwendeten Batterien um 50 Prozent zu senken. Die Kosten von derzeit zwei Mrd. Dollar pro Jahr könnten gesenkt und Kilotonnen an Müll abgefangen werden. Der Abfall enthält giftige Metalle, die eine spezielle Entsorgung benötigen.
Sandra Standhartinger | Quelle: pte.online
Weitere Informationen: llnl.gov
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