Die Besonderheit an dem Umgebungslichtsensor: Den Experten des Optohalbleiterherstellers gelang es erstmals, die Empfindlichkeitskurve des menschlichen Auges exakt nachzubilden. Damit können Displays noch besser als bisher auf die aktuellen Lichtverhältnisse eingestellt werden. In Displays von Notebooks oder Computern kann der Sensor damit dem Ermüden der Augen vorbeugen, wie es bei zu hellen Displays in dunklen Räumen rasch eintritt.
Das Auge hat seine maximale Lichtempfindlichkeit bei 560 Nanometern Wellenlänge, das entspricht einem ins Grüne tendierenden Gelb. Genau bei dieser Farbnuance ist auch der Sensor SFH 5711 am empfindlichsten. Dies verdankt er einem neuen Halbleitermaterial, das die Siemens-Tochter Osram patentiert hat. Bisher wurde für solche Sensoren Silizium verwendet.
Der Sensor kommt im Herbst auf den Markt. Er ist nur wenige Millimeter groß und hat eine Versorgungsspannung von 2,3 bis 5 Volt. So kann er in mobilen Geräten und auch im Auto eingesetzt werden. Er macht Handy-Displays nicht nur bei heller Umgebung besser ablesbar, sondern verlängert auch die Akkulebensdauer, weil die Displaybeleuchtung nur bei Bedarf die volle Leistung hat. Der Sensor erfasst einen sehr großen Helligkeitsbereich, etwa einer beleuchteten Straße bei Nacht bis hin zu taghell.
Ein Computerdisplay kann seine Leuchtstärke damit im Laufe der Helligkeitsveränderungen während eines Tages automatisch anpassen. Im hellen Mittagslicht leuchtet das Display dann stärker als an einem Winternachmittag; es sind aber auch andere Einstellungen möglich. Eine umgekehrte Funktion übernimmt der Sensor in Autoscheinwerfern: Hier misst er das Umgebungslicht und schaltet die Scheinwerfer automatisch an, etwa wenn der Fahrer in einen Tunnel fährt oder bei Einbruch der Dämmerung.




