Siemens hat eine Waschmaschine entwickelt, die für jede Wäsche automatisch den richtigen Programmablauf auswählt und dabei optimale Verbrauchswerte erzielt. Intelligente Sensoren im „automaticWascher“ erkennen die Wäschemenge, deren Textilart sowie den Grad der Verschmutzung. Der Nutzer muss sich am Programmregler nur noch zwischen zwei Einstellungen entscheiden – entweder Koch- und Buntwäsche oder pflegeleichte Textilarten. Den Rest übernimmt die Maschine.
Die Menge der Wäsche und die Art der Textilien erkennt die Sensorik allein an der Wassermenge in der Trommel und an der Art, wie sich die Textilien vollsaugen. Je weniger Wäsche in der Trommel ist, desto weniger Wasser ist in kürzerer Zeit nötig, um sie zu füllen. In der Maschine herrscht je nach Befüllung ein bestimmter Wasserstand und Wasserdruck. Dieses Verhältnis nutzen die Siemens-Techniker aus und installieren in der Waschmaschine einen Druck- sowie einen Durchflusssensor, der die eingelassene Wassermenge misst.
Das Ergebnis lässt Rückschlüsse über die Menge und Art der eingelegten Wäsche zu: Alle Textilien haben Saugfähigkeiten, die sich von Art zu Art unterscheiden. Zum Beispiel saugt Seide weniger und langsamer Wasser auf als Baumwolle. Jede Textilart beeinflusst deshalb individuell den Druckverlauf des Wassers und kann so von der Waschmaschine erkannt werden.
Die Verschmutzung der Wäsche erkennt ein Aquasensor, der mit einer Lichtschranke die Trübung des Wassers erfasst, die durch Waschmittel und Schmutzpartikel verursacht wird. Alle Informationen über Wäschemenge, -art und Verschmutzung werden zusammengeführt. Die Waschmaschine stellt dann automatisch den Waschverlauf ein, den der Benutzer über ein großes Display verfolgen kann. Sobald keine Trübung mehr vorhanden ist, stoppt der Aquasensor automatisch das Programm – das Ergebnis ist ein geringstmöglicher Wasserverbrauch.




