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Margareta Wolf nimmt in Sachsen-Anhalt weltweit zweitgroesstes Sonnenkraftwerk in Betrieb
Innerhalb weniger Tage zwei Solarkraftwerke der Megawatt-Klasse in Betrieb genommen
Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretaerin im Bundesumweltministerium, hat heute in Merseburg (Sachsen-Anhalt) die mit 4 Megawatt photovoltaischer Spitzenleistung derzeit weltweit zweitgroesste Anlage zur Erzeugung von Sonnenstrom in Betrieb genommen. "Damit sind innerhalb weniger Tage zwei grosse Solarstromkraftwerke mit neun Megawatt an Netz gegangen. Das entspricht genau der gesamten Leistung des Jahres 1999", sagte Wolf. Die aus 22.500 Solarmodulen bestehende Anlage errichtete das Unternehmen BP Solar auf einer 16 Hektar grossen Industriebrache der ehemaligen Mineraloelwerke Addinol.
Die deutsche Photovoltaik-Industrie rechnet in diesem Jahr mit einem Marktwachstum auf 300 Megawatt installierter Leistung. Das ist mehr als eine Verdopplung gegenueber dem Vorjahr. "Dank der seit Januar 2004 verbesserten Einspeiseverguetung fuer Sonnenstrom erleben wir derzeit einen Investitionsboom in der Solarenergie. Damit werden alleine in diesem Jahr 5.000 neue Arbeitsplaetze in der mittelstaendisch gepraegten Photovoltaik-Industrie und im Handwerk geschaffen", sagte Wolf. Rund ein Viertel des Solarboom wird in diesem Jahr auf Photovoltaik-Grossanlagen entfallen. "Beim weiteren Ausbau der Photovoltaik setzen wir auch auf Grossanlagen auf Flaechen, die wegen ihrer Vorbelastungen ansonsten keiner anderen wirtschaftlichen Nachnutzung zugefuehrt werden koennen", sagte Wolf.
Mit dieser Strategie werde eine neue Dimension bei der Erzeugung von Sonnenstrom erreicht. "Wir brauchen diese Entwicklung hin zur Massenproduktion, damit die Photovoltaik billiger wird und schneller die Schwelle zur Marktreife erreicht", betonte Wolf. Die heute in Betrieb genommene Anlage produziert jaehrlich den Strombedarf fuer rund 1.000 Haushalte und spart an Treibhausgasen jaehrlich mehr als 2.000 Tonnen Kohlendioxid ein. Die erneuerbaren Energien insgesamt haben heute bereits einen Anteil von rund 10 Prozent an der Stromerzeugung. Ziel der Bundesregierung ist, diesen Anteil bis zum Jahr 2020 noch einmal auf dann 20 Prozent - zu verdoppeln.
Michael Schroeren | Quelle: BMU-Pressereferat
Weitere Informationen: www.bmu.de
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