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Der amerikanische Fahrzeughersteller Vectrix will bereits 2006 einen Motorroller mit Brennstoffzellenantrieb auf den Markt bringen. Das mit einer Direktmethanolbrennstoffzelle (DMFC) ausgestattete Fahrzeug ist mit einem Akku als zusätzliche Energiequelle ausgestattet, der in Schwachlastphasen von der Brennstoffzelle aufgeladen wird.
Mit einer Leistung von 800 Watt hat die DMFC an Bord des Zweirads eine für diesen Brennstoffzellentyp ungewöhnlich hohe Leistung. Dennoch kann sie den Roller nur auf eine geringe Reisegeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde bringen. Doch im Normalbetrieb kommt aus dem Akku zusätzliche Energie. Dieser wird nicht nur von der Brennstoffzelle aufgeladen, sondern auch durch den Generatoreffekt des Elektromotors beim Bremsen. Das macht den Betrieb besonders im dichten Stadtverkehr effektiver.
Durch die Kombination von Akku und Brennstoffzelle bringt der Elektromotor das Zweirad in 3,6 Sekunden von 0 auf 50 Kilometer pro Stunde. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Vectrix mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde an, womit die Fahrleistungen etwa einem herkömmlichen Roller entsprechen. Die Reichweite soll 250 Kilometer betragen.
Vectrix ist nicht das erste Unternehmen, das an Prototypen für einen Roller mit Brennstoffzellenantrieb arbeitet. Auch der italienische Hersteller Aprilia hat bereits ein Fahrzeug vorgestellt, das mit gasförmigem Wasserstoff betrieben wird. Die schnelle Markteinführung scheitere jedoch vorerst an der mangelnden Infrastruktur für Wasserstoff, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Vectrix will hingegen mit der Markteinführung Ernst machen und 2006 in mehreren amerikanischen und europäischen Großstädten mit dem Verkauf beginnen.
Ulrich Dewald | Quelle: Initiative Brennstoffzelle
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