Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Gut gekühlt mit Flüssigeis

05.08.2004

Anzeige


Kältemaschinen verhindern Schweißperlen auf der Stirn und halten Lebensmittel länger frisch. Mit dem neuen Flüssigeis CryoSol®, einer leicht pumpbaren Wasser-Eis-Suspension, lässt sich mehr Kälte auf kleinerem Raum speichern als mit konventionellen Kälteträgern.

Nicht nur im Sommer ist der Bedarf an Kälte groß: Speiseeis und Bier schmecken nur gut gekühlt. Milch muss gleich nach dem Melken in den Kühlraum. Jedes Produkt erfordert eine spezielle Kältetechnik. Mit dem Flüssigeis CryoSol® können nicht nur Nahrungsmittel und Anlagen im produzierenden Gewerbe gekühlt, sondern auch Räume klimatisiert werden.


...mehr zu:
Flüssigeis Kühlmittel Kälte Wärme

Diesen vielfältig einsetzbaren und leistungsfähigen Kälteträger haben Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen entwickelt. Das Medium ist flüssig, ungiftig und kann Kälte kostengünstig auf kleinstem Raum speichern. »Unser Flüssigeis erinnert an das bei Kindern beliebte Slush-Eis«, beschreibt Christian Dötsch, Leiter der Abteilung Energiesysteme den Kälteträger, der problemlos durch konventionelle Anlagen und Rohrleitungen gepumpt werden kann. Das Flüssigeis wird in einem außen gekühlten Hohlzylinder erzeugt. Ein rotierender Eiskratzer schabt winzige Eiskristalle ab, die sich an den Wänden des Zylinders bilden. Als wässrige Suspension wandern sie in einen Speicherbehälter und sind je nach Bedarf für Kühlung und Klimatisierung nutzbar. Bisher gehört in der Lebensmittelproduktion die Kühlung mit Kaltwasser und Scherbeneis-Wasser-Mischungen zu den Klassikern.

Ende des 19. Jahrhunderts revolutionierte der Ingenieur und Unternehmer Carl von Linde mit seiner Kältekompressionsmaschine den Markt und verdrängte das bis dahin einzig gebräuchliche Natureis. Im Apparat entzieht das Kältemittel durch Verdampfen dem zu kühlenden Medium die Wärme. Wird das Kühlmittel unter Druck gesetzt, gibt es diese Wärme an die äußere Umgebung ab. Nach der Entspannung des Kühlmittels beginnt der Prozess von neuem – als geschlossener Kreis, der so auch heute noch in unseren Kühlschränken abläuft.

Auch die CryoSol®-Anlage basiert auf diesem klassischen Prinzip und nutzt zugleich die Vorteile von Eis als effizientem Kältespeicher. »Die Kältekapazität ist wesentlich höher als in der klassischen Kaltwassertechnik und verbraucht deutlich weniger Energie als Scherbeneis-Wasser-Mischungen«, hebt Dötsch weitere Vorteile hervor. »Bei einem Eisgehalt von 40 Prozent speichert der CryoSol®-Behälter eine Kältemenge, die einem fünfmal größeren Kaltwasserspeicher entspricht.« Gerade bei hohem Spitzenbedarf macht sich das bezahlt. Eine Anlage dieses Typs sorgt im UMSICHT-Labor bereits für frühlingshafte Temperaturen.

Christian Dötsch | Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen: www.fraunhofer.de
www.umsicht.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Flüssigeis Kühlmittel Kälte Wärme

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht „All4Green“ – Rechnen, wenn der Wind bläst
24.05.2012 | Universität Mannheim

nachricht Komplexität beherrschen
23.05.2012 | Siemens AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit


Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.

Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.

„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...

Im Focus: Widerspenstiges Quasiteilchen erzeugt


Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.

Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.

Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...

Im Focus: Licht lässt Partikel wachsen - Forscher entdecken neuen Mechanismus in der Atmosphäre


Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.

Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.

Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...

Im Focus: Abschreckung: Tabak signalisiert angreifenden Zikaden Verteidigungsbereitschaft


Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen

Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...

Im Focus: Erbgutkopie reist im Protein-Koffer


Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.

Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.

Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Energieversorger vor dem Umbruch

24.05.2012 | Studien Analysen

Stem-cell-growing surface enables bone repair

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Wissenschaft und Öffentlichkeit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp