Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Würth Solar geht mit ersten CIS-Solarmodulen hoher Qualität an den Markt

15.06.2001

Anzeige

  • Pilotfertigung in Marbach am Neckar verläuft planmäßig
  • Modulwirkungsgrad stabil bei über 8,5 Prozent
  • Erste Kundenprojekte mit CIS-Modulen abgewickelt

Die Pilotfertigung zur Herstellung hochmoderner Dünnschicht-Solarmodule des Unternehmens Würth Solar GmbH & Co. KG in Marbach am Neckar verläuft planmäßig. Seit der Eröffnung der Pilotfabrik zur Produktion von CIS-Solarmodulen im Juni vergangenen Jahres arbeitet das Unternehmen mit Hochdruck an der Optimierung und Stabilisierung des Produktionsprozesses. Die Anstrengungen wurden nun durch sichtbare Erfolge belohnt.

Seit Februar 2001 laufen in der Anlage auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Marbach die ersten verkaufsfähigen CIS-Solarmodule "vom Band", deren Wirkungsgrade stabil bei über acht Prozent liegen. In puncto Wirkungsgrad ist dem Unternehmen Würth Solar jetzt sogar ein neuer Qualitätssprung gelungen: Die in der industriellen Fertigungslinie hergestellten CIS-Module von Würth Solar in einer Größe von 60 cm x 120 cm sind mit Spitzenwirkungsgraden von über zehn Prozent bezogen auf die aktiven Modulfläche, auf dem besten Weg, der Siliziumtechnik Konkurrenz zu machen.

Das Fraunhoferinstitut für solare Energiesysteme (Fraunhofer-ISE) in Freiburg hat diese Ergebnisse offiziell bestätigt. Damit ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung von Würth Solar hin zur angestrebten Massenfertigung erreicht.

Der Wirkungsgrad von Solarmodulen gibt deren Leistungsfähigkeit hinsichtlich der Energieausbeute bei der Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie an. Module der CIS-Technologie (eine Verbindung von Kupfer, Indium, Gallium und Selen), wie sie von Würth Solar produziert werden, verbinden den Vorteil geringen Material- und Energieaufwandes bei der Herstellung mit dem eines relativ hohen Wirkungsgrades. Weltweit wurde mit CIS-Dünnschicht-Solarmodulen der Größe 60 cm x 120 cm bisher nirgendwo ein höherer Wirkungsgrad erzielt. Im ersten Quartal 2001 konnte Würth Solar in der Fertigung bereits einen durchschnittlichen Wirkungsgrad größer 8,5 Prozent stabil erreichen. Ziel für das Jahr 2001 ist ein durchschnittlicher Wirkungsgrad von 10 Prozent.

Bis Ende des Jahres 2001 soll die Fertigungskapazität schrittweise weiter ausgebaut und dabei die Produktion pro Tag im Dreischichtbetrieb weiter gesteigert werden. Die Produktionskapazität von Würth Solar ist bis Ende Oktober aufgrund der großen Nachfrage bereits ausgelastet. Im ersten Quartal 2001 wurden die ersten Dünnschicht-Solarmodule am Markt verkauft. So verwendet die Firma Roto beispielsweise CIS-Module für den Antrieb ihrer Dachfenster-Rolladen. Die bereits realisierten Fassadenprojekte mit CIS-Modulen zeigen das breite Anwendungsspektrum dieser Technologie. Auch der Solarturm der Handwerkskammer Heilbronn im neuerbauten Bildungs- und Technologiezentrum ist mit Dünnschicht-Solarmodulen bestückt.

Betreiber der Pilotfabrik in Marbach am Neckar ist die Würth Solar GmbH & Co. KG, ein Gemeinschaftsunternehmen der Würth-Gruppe, des Energieunternehmens EnBW, Energie Baden-Württemberg AG und des Zentrums für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZSW) GmbH in Stuttgart. Mehrheitsgesellschafterin mit 79,5 % der Anteile ist die Würth-Gruppe, die EnBW hält 20 % der Anteile und das ZSW ist mit 0,5 % beteiligt.

Die CIS-Solarzellen-Technologie wurde seit den 80er Jahren in Deutschland vom Institut für Physikalische Elektronik (IPE) der Universität Stuttgart entwickelt. Am Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Stuttgart wurde diese Laborentwicklung auf grössere Modulflächen übertragen. Hier wurde auch die Fertigungstechnologie entwickelt auf deren Basis die Modulproduktion in Marbach erfolgt. Von Anfang an hat auch die Energie Baden-Württemberg AG die Entwicklung der CIS-Technologie am ZSW begleitet und ihre Entwicklung durch die Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg über lange Jahre gefördert. Sowohl diese Entwicklung als auch die Pilotlinie wurden und werden durch die Wirtschaftministerien von Bund und Land finanziell unterstützt.

Würth Solar war im Frühjahr 1999 gegründet worden, um Dünnschicht-Solarmodule der CIS-Technologie (Kupfer, Indium, Gallium, Selen) in die Serienproduktion zu überführen. Die Pilotanlage wurde am 19. Juni 2000 in Marbach am Neckar in Betrieb genommen.

Würth Solar beschäftigt derzeit 23 Mitarbeiter. Bis Ende 2001 soll die Zahl der Mitarbeiter auf 32 steigen. In der Pilotphase ist zunächst vorgesehen, pro Jahr CIS-Solarmodule mit einer Geamtfläche von etwa 10.000 Quadratmetern herzustellen. Ziel ist jedoch der Ausbau der Produktionslinie auf mindestens zehn Megawatt pro Jahr, was einer Modulfläche von 100.000 Quadratmetern entspricht.

Das Partnerunternehmen Würth Solergy, eine Tochter der Unternehmensgruppe Würth Elektronik, vertreibt PV-Systeme für vielfältige photovoltaische Anwendungen mit konventionellen Modulen. CIS-Module aus der Fertigung von Würth Solar werden Schritt für Schritt hinzukommen.

Bernhard Dimmler | Quelle: ots
Weitere Informationen: www.wuerth-solar.de

Weitere Berichte zu: SOLAR Wirkungsgrad ZSW

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht „All4Green“ – Rechnen, wenn der Wind bläst
24.05.2012 | Universität Mannheim

nachricht Komplexität beherrschen
23.05.2012 | Siemens AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit


Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.

Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.

„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...

Im Focus: Widerspenstiges Quasiteilchen erzeugt


Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.

Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.

Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...

Im Focus: Licht lässt Partikel wachsen - Forscher entdecken neuen Mechanismus in der Atmosphäre


Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.

Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.

Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...

Im Focus: Abschreckung: Tabak signalisiert angreifenden Zikaden Verteidigungsbereitschaft


Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen

Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...

Im Focus: Erbgutkopie reist im Protein-Koffer


Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.

Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.

Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Energieversorger vor dem Umbruch

24.05.2012 | Studien Analysen

Stem-cell-growing surface enables bone repair

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit

24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Wissenschaft und Öffentlichkeit

24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp