Energie & Elektrotechnik

Kanadier planen "Wasserstoffautobahnen"

Ein 900 Kilometer langer “Wasserstoffkorridor” zwischen den kanadischen Städten Windsor und Montreal könnte künftig Langstreckentests von Brennstoffzellenfahrzeugen erleichtern: Mehrere kanadische Entwickler von Brennstoffzellen wollen entlang der Strecke Wasserstofftankstellen einrichten und damit den Grundstein für den Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur legen.

Im Einzugsbereich des Korridors lebt rund ein Drittel der kanadischen Bevölkerung, erklärt Ron Britton, Präsident von Fuel Cells Canada, des Dachverbands der kanadischen Brennstoffzellenindustrie. Wenn sich das Projekt bewähre, würde das allen Kritikern den Boden entziehen.

Der Korridor ergänzt ein ähnliches Projekt in der kanadischen Provinz British Columbia, wo ein “Wasserstoffhighway” vom Ort Whistler zur US-Grenze geplant ist. Diese Strecke soll bis zur Winterolympiade 2010 in Vancouver mit Wasserstofftankstellen ausgestattet sein. Das kanadische National Research Council und die Unternehmen BC Hydro und Methanex haben dafür umgerechnet rund 15 Millionen Euro veranschlagt. Die kanadische Regierung will für Brennstoffzellen- und Wasserstoffprojekte insgesamt umgerechnet rund 84 Millionen Euro bereitstellen.

Die fehlende Infrastruktur für Wasserstoff ist eines der Haupthindernisse bei der Einführung von Brennstoffzellenautos. In mehreren Ländern – unter anderem auch in Deutschland – wird daher an “Roadmaps” gearbeitet, in denen Autohersteller gemeinsam mit Energie- und Gasversorgern die Schritte zum Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes festlegen.



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