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Technikumsanlage soll Meilenstein in der Synthesegaserzeugung bilden
Lurgi Oel · Gas · Chemie GmbH, eine Tochtergesellschaft der Lurgi AG, beide Frankfurt am Main, realisiert gemeinsam mit dem Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (IEC) der TU Bergakademie Freiberg ein Forschungsprojekt mit einem Gesamtwert von rund 13,5 Millionen Euro. Für die Lurgi-Tochter liegt der Auftragswert bei rund 7 Millionen Euro. Das auf viereinhalb Jahre angelegte Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) gefördert. Bei der im Rahmen des Forschungsvorhabens zu errichtenden Technikumsanlage werden überwiegend regionale Unternehmen bei der Vergabe von Aufträgen einbezogen.
Die wachsende Bedeutung von Erdgas und Erdölbegleitgas erfordert neue innovative Lösungen zur wirtschaftlichen Umwandlung in transportfähige, höherwertige chemische Produkte wie zum Beispiel Propylen, Olefine, Treibstoffe – sogenannte „Gas zu Chemie-Produkte“. Lurgi Oel · Gas · Chemie hat mit den bereits entwickelten Mega-Technologien (MegaMethanol®, Megasyn®, Megammonia®) die Voraussetzungen dafür geschaffen, über sehr große einsträngige Produktionskapazitäten einen deutlichen Kostenvorteil für ihre Kunden zu sichern. Damit konnte die Lurgi-Tochter gleichzeitig ihre führende Technologieposition im Wachstumsmarkt Methanol ausbauen.
Um diese Position weiter zu stärken, hat Lurgi Oel · Gas · Chemie das Forschungsprojekt „Gas zu Chemie“ gemeinsam mit der TU Freiberg gestartet. Im Rahmen des Projektes sollen bestehende Lurgi-Verfahren zur Konversion von flüssigen und gasförmigen Einsatzstoffen zu Synthesegas in einer Technikumsanlage entscheidend weiter entwickelt werden. Insbesondere sollen Betriebsbedingungen mit höheren Arbeitsdrücken erforscht und etabliert werden, um noch größere Kapazitäten bei deutlich niedrigeren Investitions- und Betriebskosten zu erzielen. Damit kann auch zur Ressourcenschonung und nachhaltigen Verringerung energiebedingter Umweltbelastungen beigetragen werden. Die Weiterentwicklung der Verfahren ermöglicht einen Entwicklungssprung in der gesamten Technologiekette.
Das gewonnene Synthesegas wird unter anderem zur Herstellung von Methanol verwendet, das als Grundlage für die Produktion petrochemischer Zwischen- und Endprodukte wie Polypropylen oder Wasserstoff dient sowie für die Herstellung von neuen Energieträgern wie zum Beispiel Dimethylether (DME) oder auch Kraftstoffe. Lurgi bietet damit eine weitere vollständige Prozesskette vom Rohstoff bis zum Endprodukt aus einer Hand an und kann dadurch ihre weltweit führende Rolle in der Synthesegaserzeugung stärken.
Quelle: mg technologies ag
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