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Rechenzentrum liefert Heizwärme für Büros

12.05.2017

Der Erweiterungsbau der Zentrale des Baukonzerns Züblin erfüllt hohe bauliche und energetische Ansprüche. Dafür erhielt er von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen eine Zertifizierung in Gold. Das BINE-Projektinfo 6/2017 „Server heizen Bürogebäude“ stellt das Energiekonzept sowie die Ergebnisse des Monitorings des fünfgeschossigen Neubaus vor.

Beleuchtung spielt wichtige Rolle bei Energiebilanz


Vor- und zurückspringende Lisenen aus Lärchenholz gliedern die Fassade des Bürogebäudes vertikal und tragen zur Verschattung bei. Ein außenliegender Lamellenraffstore dient als Sonnenschutz.

© Ed. Züblin AG/Tom Philippi

Das Bürogebäude hat nur einen geringen Wärmbedarf, den fast vollständig die Abwärme des hausinternen Rechenzentrums deckt. Falls diese nicht ausreicht, liefert ein Blockheizkraftwerk des Nachbargebäudes die benötigte Wärmeenergie.

Mit einem mittleren U-Wert von 0,4 W/m2K erreicht die Gebäudehülle des Stahlbeton-Skelettbaus Passivhausniveau. Die Außenwände bestehen aus vorgefertigten Elementen in Holzrahmenbauweise, die mit vorinstallierten Fenstern, Sonnenschutz und Blechverkleidung auf die Baustelle transportiert und dort montiert wurden.

Bei der Energiebilanz hochgedämmter Bürogebäude spielt die Beleuchtung häufig eine wichtige Rolle. So auch im Züblin-Bau: Hier verbrauchte die Beleuchtung teilweise dreimal so viel wie angenommen. Hauptverantwortlich hierfür sind die Stehleuchten am Arbeitsplatz.

Sobald ein Büro besetzt ist, verursachen diese eine Grundlast von etwa 30 W. Der Endenergieverbrauch für Heizung und Kühlung war etwas geringer als vorab berechnet. Online-Befragungen zeigten, dass die Nutzer unabhängig von der Jahreszeit mit dem thermischen Komfort und den Lichtverhältnissen sehr zufrieden sind.

Das BINE-Projektinfo ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – unter www.bine.info  oder 0228 – 92379-0.

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Rüdiger Mack | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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