Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Katastropheneinsatz: Roboter gegen Stromausfälle

29.09.2014

Energie für Mobilfunkmasten als Erleichterung für Helfer und Opfer

Roboter könnten im Katastrophenfall die Stromversorgung wiederherstellen und wichtige Systeme zum Laufen bringen. Forscher der Michigan Technological University (MTU) http://mtu.edu haben aber auch den Mobilfunkbereich im Visier.


Funkmast: Primärziel für Strom-Roboter

(Foto: Manfred Schimmel, pixelio.de)

"Wenn wir in Funkmasten wieder Strom haben, können wir die Menschen finden, die wir retten müssen", erklärt die Maschinenbau-Professorin Nina Mahmoudian. Zudem wäre die Kommunikation für Helfer dann leichter. Das Team hat zunächst im Modell gezeigt, wie solche Roboter vorgehen könnten.

Akkus und auch Photovoltaik

Große Katastrophen wie Erdbeben führen oft dazu, dass der Strom großflächig ausfällt. Dass davon auch der Mobilfunk betroffen ist, scheint auf den ersten Blick vielleicht nicht so wichtig. Aber Handys können eine Ortung von Personen erleichtern und Helfern zur Kommunikation dienen.

Daher schwebt Mahmoudians Team vor, Roboter mit Akkus oder auch Photovoltaik-Systemen ausschwärmen zu lassen, um die Stromversorgung der Funkmasten wiederherzustellen. Immerhin könnten die Maschinen auch relativ schlecht zugängliche Standorte erreichen. Dass das prinzipiell machbar scheint, zeigt der Modellversuch.

Kleine Demo, großes Potenzial

Die MTU-Forscher haben für den Modellversuch Roboter so programmiert, dass sie kleine elektrische Systeme mit Strom versorgen. So können die Geräte beispielsweise mittels Kontakten und Akku eine Lampe zum Leuchten bringen oder einen kleinen Elektromotor antreiben, der eine Fahne schwenkt.

Die Roboter suchen sich dabei automatisch den kürzesten Pfad zu ihrem Ziel, der Hindernisse umgeht - eine intelligente Webfindung, wie sie in realen Einsatzszenarien unverzichtbar wäre. Die Demonstration zeigt auch, wie ein Roboter die Stromversorgung eines anderen für weitere Geräte nutzbar machen kann.

Schwererer Prototyp in Arbeit

Diese Art der autonomen Stromversorgung ist jedoch nicht nur für Rettungseinsätze interessant. Ein weiteres Anwendungsgebiet wären beispielsweise militärische Sondereinsätze. "Wir könnten eine Stromversorgung einrichten, bevor Soldaten vor Ort eintreffen, damit sie nicht so viel schweres Zeug tragen müssen", meint Mahmoudian.

Freilich ist es bis dahin noch ein weiter Weg. Nach dem Modellversuch arbeitet das MTU-Team jetzt erst einem an einem Prototyp in voller Größe. Erst dieser wird es ermöglichen, die Wegfindungsalgorithmen wirklich für die Anforderungen der realen Welt zu optimieren.

Video: http://www.youtube.com/watch?v=vEzUub5z3Fc 

Thomas Pichler | pressetext.redaktion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht IT-Kühlung: So schaffen Kleinbetriebe den Sprung in die IT-Profiliga
23.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Plug & Play: Drei auf einen Streich
29.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie