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Bambus-Arten gehören zu den Gräsern, die weltweit mit ihren 10.000 Arten die wichtigste Pflanzenfamilie sind. Zu ihnen gehören auch Weizen und andere Getreide, Mais und Reis; sie sind die wichtigsten Nahrungsmittel der Erdbevölkerung. Bambus-Arten sind im Prinzip gigantische Gräser. Es sind gewissermaßen oft viele Meter hohe "Getreide-Halme", die verholzt sind. Bezeichnenderweise heißt die bekannteste Art Dendrocalamus giganteus. Ihre Halme werden knapp 40 Meter hoch und können einen Umfang von 80 Zentimetern erreichen. Die meisten Arten leben im subtropischen und tropischen Asien.
Die Gattung Riesen-Bambus (Dendrocalamus) wurde 1835 vom Gründungsdirektor der Bonner Botanik, Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck, beschrieben. Benannt wurde dieser Riesen-Bambus zu Ehren von Sir Brandis, der einst Kustos des Bonner Botanischen Gartens war. Aus einer alten Bonner Gelehrtenfamilie stammend ging Brandis 1856 in englischen Diensten nach Indien. Dort rückte er bis zum Generalforstinspektor der gesamten indischen Staatsforste auf und wurde in den Adelsstand erhoben.
1888 kehrte Brandis nach Bonn zurück. Bis zu seinem Tode am 28. Mai 1907 lebte er abwechselnd am Rhein und in Kew Gardens bei London, wo er mehrere Standardwerke über indische Bäume und Forstwesen veröffentlichte. Brandis Enkel, der im vergangenen Jahr verstorbene Professor Dr. Henning Brandis, stand lange Jahre dem Freundeskreis der Botanischen Gärten Bonn e. V. als Vorsitzender vor.
Dr. Andreas Archut | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-bonn.de/
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