Neues Verfahren überwindet bestehende Schwierigkeiten
Wissenschaftlern des Institut National de la Recherche Agronomique (INRA) ist es gelungen, erstmals Ratten zu klonen. Die weiblichen und männlichen Tiere entwickeln sich laut dem Team um Qi Zhou völlig normal. Bisher war es laut BBC aufgrund von Schwierigkeiten bei der Kontrolle der Eizellen nach der Entnahme aus den Eileitern nicht möglich, Ratten erfolgreich zu klonen. Durch die Entwicklung eines neuen Verfahrens kann laut Science jetzt das Erbmaterial der zu klonenden Tiere rascher in die Eizelle eingebracht werden.
Zum Erfolg führte der Einsatz von Erbmaterial aus dem Bindegewebe der Rattenföten. Bei dem Klon-Schaf Dolly kam das Erbmaterial noch aus einer erwachsenen Zelle. Ratten gehören zu den wichtigsten Versuchstieren zur Erforschung menschlicher Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und einer Reihe neurologischer Erkrankungen. Anders als bei den ebenfalls vielfach eingesetzten Mäusen ist es jedoch schwierig, Stämme mit den notwendigen genetischen Eigenschaften zu züchten. Bei Ratten funktionieren Verfahren wie die Gewinnung embryonaler Stammzellen nicht. Bisher wurden Klone von Schafen, Mäusen, Ziegen, Schweinen, Katzen, Maultieren und Pferden geschaffen.




