Neues Verfahren deckt genetische Grundlagen von Krebs auf
Überraschende Unterschiede auch bei normaler DNS
Forscher des Cold Spring Harbor Laboratory haben ein neues Verfahren zur Untersuchung der genetischen Grundlagen von Krebs und anderen Erkrankungen entwickelt. ROMA (Representational Oligonucleotide Microarray Analysis) deckt chromosomale Zerstörungen und Erweiterungen auf und soll bei einer ganzen Reihe von Anwendungsgebieten zum Einsatz kommen. Die Studie der Wissenschaftler Rob Lucito und Michael Wigler wurde in der Oktober-Ausgabe des Fachmagazins Genome Research veröffentlicht.
Beim Vergleich der DNS von normalen und Brustkrebszellen wurde eine beachtliche Ansammlung von chromosomalen Erweiterungen und Löschungen entdeckt, die sehr wahrscheinlich in Zusammenhang mit der Erkrankung zu sehen sind. Einige dieser Veränderungen entsprechen bekannten Onkogenen und Tumorsuppressor-Genen. Der Großteil verspricht jedoch, neue Gene und zellulare Funktionen zu enthüllen, die mit Brustkrebs oder mit Krebserkrankungen im Allgemeinen in Verbindung stehen.
Beim Vergleich von normalen Zellen erlebten die Wissenschaftler eine unerwartete Überraschung. Sie fanden häufig auch bei diesen Proben chromosomale Zerstörungen und Erweiterungen. Es wird angenommen, dass derartige Variationen menschlichen Eigenschaften wie einer erblichen Disposition und Resistenz gegen die Krankheit unterliegen.




