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Wissenschaftlern der University of Aberdeen sind lästigen Moskitos auf die Schliche gekommen: Sie haben den Lockstoff einer Stechmücke identifiziert, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. Mit Hilfe der Entdeckung wollen die Forscher neue wirksame Mittel gegen die Plagegeister entwickeln, denn in Afrika überträgt das Insekt gefährliche Tierkrankheiten.
Culicoides nubeculosus, so der Name der Stechmücke ist über weite Gebiete Europas und Afrikas verbreitet. Den Forschern war seit mehreren Jahren bekannt, dass die Insekten Pheromone produzieren. "Über die chemische Zusammensetzung dieser Sexuallockstoffe war aber nichts bekannt", so Forschungsleiter Bill Mordue. Die Forscher haben festgestellt, dass die Pheromone von jungfräulichen weiblichen Moskitos abgegeben werden, nachdem sie ein genüssliches Blutmahl hinter sich gebracht haben. "Wenn das jungfräuliche Weibchen zugebissen hat, stimulieren chemische Stoffe aus dem Blut des Wirtes das Balzverhalten und die Annäherungsversuche von Männchen", so der Experte. Dieses Verhalten haben die Forscher untersucht um das Pheromon zu identifizieren.
Für den Menschen sind die Bisse der kleinen Moskitos nicht gefährlich. "90 Prozent der Bisse stammen nämlich von anderen Stechmücken", so Mordue. Allerdings richten die Insekten unter den Tieren Massaker an: Sie sind verantwortlich für Krankheiten wie der Afrikanischen Pferdepest und der Blauzungenkrankheit. Doch sehen die Forscher Chancen auch andere Stechmücken, die Pheromone benutzen, mit Hilfe neuer Methoden auszuschalten. Mit ähnlichen Sex-Fallen konnten Forscher der University of Newcastle 2002 die Ausbreitung des amerikanischen Flusskrebses in britischen Gewässern verhindern.
Wolfgang Weitlaner | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.newscientist.com
Weitere Berichte zu: Biss > Insekt > Moskitos > Pheromon > Stechmücke
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