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Tierklon-Experte: Medikamenten-Einsatz noch Jahre entfernt
In den USA haben geklonte Kälber, die menschliche Antikörper in ihrem Blut produzieren, das Licht der Welt erblickt. Die vier Kälber besitzen Extra-DNA, die die Gene für jenen Teil des Immunsystem des Menschen enthalten, die Antikörper gegen Erkrankungen bilden. Forscher glauben, dass die Kühe zur Produktion von Medikamenten gegen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Infektionen und mitunter sogar gegen Krebs angeregt werden können. Hinter den "vermenschlichten" Kühen steht Klon-Pionier James Robi. Robi klonte erstmals 1998 eine transgene Kuh und ist derzeit Präsident des Biotech-Unternehmens Hermatech. Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung von Antikörpern in Rindvieh spezialisiert.
"Die produzierten Antikörper sind verschiedenen Typs und sind teilweise für die Zerstörung von infektiösen Krankheitserregern nützlich", erklärte Robi gegenüber BBC-Online. Der Forscher ist äußerst optimistisch, dass geklonte Kühe die Therapeutika-Quelle der Zukunft sind. Yann Echelard, Tierklon-Experte des Unternehmens Genzyme Transgenic Corporation, ergänzte: "Die Kühe haben ein menschliches Immunsystem. Man kann die Tiere immunisieren, das Blut sammeln, die Antikörper filtern, reinigen und sie Patienten verabreichen."
Bevor menschliche Antikörper von Kühen in Krankenhäusern zum Einsatz kommen, müssen aber noch einige Hürden überwunden werden. Forscher müssen nach einem Weg suchen, die menschlichen Antikörper zu reinigen und sicherstellen, dass die Antikörper frei von Viren sind. "Kühe, die menschliche Antikörper produzieren, sind erst der erste Schritt in einem langwierigen Prozess. Aber durch den geglückten Antikörper-Gen-Transfer ist die schwierigste Hürde überwunden", betonte Echelard. Es werde aber noch Jahre dauern, bis diese Medizin der Öffentlichkeit zugänglich wird.
Sandra Standhartinger | Quelle: pte.online
Weitere Informationen: www.hematech.com/
www.transgenics.com/index.html
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