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"Es handelt sich um das erste ganz aus vorgefertigten Industrieprodukten errichtete Bauwerk dieser Art und Größe. Jedes Stockwerk ist vollständig um die eigene Achse drehbar", erklärt Fisher, geistiger Vater des 350 Mio. teuren Vorhabens. Dem Projekt vorangegangen sind zwei Jahre intensiver Erforschung der technologischen und ökologischen Anforderungen. "Ein schwierige Ausgangsposition gab es vor allem bei den Windrädern, die zwischen den einzelnen Stockwerken horizontal und möglichst unauffällig angebracht werden müssen. Ein von mir patentiertes Verfahren verhindert zudem den sonst bei sehr starkem Wind auftretenden Produktionsausfall", so Fisher.
Mit einem Stückpreis von 800.000 Dollar ist die innovative Turbine nur halb so teuer wie in herkömmlicher Bauweise produziert. Eine Windgeschwindigkeit von zwölf Stundenkilometern reicht bereits aus, um ihr Funktionieren sicherzustellen. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Windparks entfallen Zusatzkosten wie etwa für Fundamente und Zufahrtswege. "Zwei Turbinen genügen, um das gesamte Hochaus mit Strom zu versorgen. Die aus den übrigen Rotoren stammende Energie kann teilweise auch für andere Zwecke wie beispielsweise zur Straßen- oder Ampelbeleuchtung verwendet werden", bestätigt Fisher. Windkraft kommt erst ab dem zehnten Stockwerk zum Einsatz. Auf den unteren Etagen wird die zur Rotation der Stockwerke erforderliche Energie von Photovoltaikzellen bereitgestellt.
Projektierung und Bauüberwachung des "Rotating Tower" liegen in den Händen des Mailänder Architektenbüros Dynamic Architectural Clubs, den Fisher mit zwei italienischen Kollegen gegründet hat. In das Projekt sind renommierte Zulieferer wie Marazzi (Baukeramik), Permasteelisa (Fassaden), Zazzeri (Sanitärtechnik) und Lualdi (Türen) involviert. Die 100 bis 800 Quadratmeter großen Wohnungen werden zu einem Quadratmeterpreis von 5.000 Dollar angeboten. Anklang gefunden hat das Konzept auch bei der Bürgermeisterin der lombardischen Metropole Letizia Moratti, die das Ökohochhaus als Anregung für die künftige Mailänder Städtebauplanung nutzen will.
Harald Jung | Quelle: pressetext.austria
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