Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens     3M    n-tv
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Automatischer Fensteröffner regelt CO2-Konzentration

22.03.2007
Einsatz für Schlafzimmer, Büros und Schulen geplant

Anzeige

Wissenschaftler des Instituts für Mess- und Automatisierungstechnik (IMA) der Universität der Bundeswehr München haben einen automatischen Fensteröffner zur Regelung des Kohlendioxid-Anteils in geschlossenen Räumen zur Marktreife entwickelt. Damit soll die Luftqualität immer auf einem hohen Niveau gehalten und die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit der Menschen in Büros und Schulen verbessert werden. Auch im Schlafzimmer soll der Sensor zum Einsatz kommen.


...mehr zu:
Fenster Fensteröffner

"Menschen atmen pro Stunde etwa 20 Liter Kohlendioxid aus - im Schlafzimmer ist also schon nach kurzer Zeit der CO2-Grenzwert erreicht und ein entspannter Schlaf schwierig. Die Ausstattung der privaten Haushalte hat für uns also Priorität", sagt Michael Horn vom IMA im Gespräch mit pressetext. Neben den Schlafräumen ist der Einsatz des automatischen Fensteröffners in Schul- und Büroräumen geplant: Der CO2-Anteil in der Luft ist immer dann besonders hoch, wenn viele Menschen in einem Raum sind. Der im Fensterrahmen integrierte Sensor sorgt dafür, dass die Frischluftzufuhr das Wohlbefinden sichert und dabei zusätzlich Energie gespart wird.

Gleichzeitiges Lüften und Energiesparen wird durch die so genannte geregelte Spaltlüftung möglich. Der Sensor misst regelmäßig den CO2-gehalt und aktiviert automatisch den Antriebsmotor des Öffnungsmechanismus' sobald ein festgelegter Grenzwert überschritten wird. Je mehr Kohlendioxid im Zimmer vorhanden ist, desto weiter wird das Fenster geöffnet, bis maximal 15 Millimeter. Damit wird ein effizienter Luftaustausch ermöglicht: "Die einströmende kalte Luft wird umgehend mit der warmen Zimmerluft vermischt. Dadurch kommt es nicht zu einer Abkühlung und damit nicht zu einem erhöhten Heizenergieaufwand", sagt Horn. Für den Wissenschaftler des IMA ist dies ein besserer Zugang als die oft angewendete Stoßlüftung, bei der das Fenster für kurze Zeit weit geöffnet wird.

Energieeffizienz soll durch den automatischen Fensteröffner auch für große Gebäude mit zentralen Lüftungsanlagen möglich werden. "Die Lüftungsanlagen laufen in allen Räumen unabhängig vom tatsächlichen Lüftungsbedarf und verschwenden so jede Menge Energie", sagt Horn. "Der CO2-Sensor kann genau messen, in welchen Räumen die Belüftung nötig ist und in welchen nicht. Der dadurch reduzierte Energieverbrauch ist gleichzeitig ein Beitrag zur Verringerung der CO2-Emission in die Atmosphäre."

Hannes Richter | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.unibw.de/

Weitere Berichte zu: Fenster Fensteröffner

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht FH JOANNEUM entwickelt interaktive Gebäudeplanung für steirischen Fertighaus-Anbieter
14.05.2013 | Fachhochschule Joanneum

nachricht Mit Fenstern zur effizienten Gebäudehülle
14.05.2013 | Fachinformationszentrum Karlsruhe

Alle Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Magnetische Fingerabdrücke von supraflüssigem
Helium-3


Supraleitungssensoren der PTB ermöglichen hochempfindliche Messungen der magnetischen Kernresonanz dünner Helium-3-Schichten - aktuelle Veröffentlichung in Science

Tieftemperatur-Spezialisten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) haben mit ihren SQUIDs dazu beigetragen, dass die magnetischen Momente von Atomen des seltenen Isotopes 3He (Helium-3) extrem empfindlich gemessen werden konnten. Mithilfe dieser Sensoren wurden hochempfindliche Kernresonanzspektrometer entwickelt, die jetzt tiefe Einblicke in den Zustand der Materie bei extrem tiefen Temperaturen lieferten.

Konkret sperrte ...

Im Focus: Meeresspiegel: Ein Drittel seines Anstiegs kommt von schmelzenden Gebirgsgletschern


Gut 99 Prozent des gesamten Eises an Land ist in den riesigen Eisschilden der Antarktis und Grönlands gespeichert, nur knapp ein Prozent dagegen in Gletschern.

Die Schmelzwasser dieser Gletscher trugen im Zeitraum 2003 bis 2009 etwa genauso viel zum Anstieg des Meeresspiegels bei, wie die beiden Eisschilde: rund einen Drittel. Dies ist eines der Resultate einer internationalen Studie mit Beteiligung von UZH-Geographen.

Wieviel alle Gletscher zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen, wurde noch nie so genau ...

Im Focus: Mehr Bewegungsfreiheit: Ultraschallkopf ohne Kabel


Siemens hat das weltweit erste kabellose Ultraschallgerät vorgestellt. Der Schallkopf ist mit einer Hand gut bedienbar und überträgt das Ultraschallbild per Radiofrequenz auf den Bildschirm.

Das Fehlen der Kabel ist vor allem bei Operationen oder interventionellen Eingriffen von Vorteil, wo beispielsweise Nadeln mit Hilfe von Ultraschall visualisiert werden. Die Kabel am Schallkopf behindern die Person, die das Gerät bedient, und sie können trotz steriler Schutzhüllen ein Infektionsrisiko darstellen.

Das kabellose Acuson Freestyle arbeitet bis zu ...

Im Focus: Bahnbetrieb optimieren mit großem Touch-Display


Siemens will mit einem großen Touch-Display Bahnbetreibern helfen, Störungen besser zu bewältigen.

Das Display mit rund 1,50 Metern Diagonale veranschaulicht alle Daten und Fakten, um Entscheidungen treffen zu können. Herzstück der Lösung ist eine Software, die mit Hilfe mathematischer Optimierungsalgorithmen bisher entkoppelte Systeme wie Wartung oder Zugdisposition vernetzt.

Bisher reagieren einzelne Abteilungen von Bahnbetreibern weitgehend unabhängig auf Störfälle, weil sie über das ...

Im Focus: Neuer Weltrekord bei der Datenübertragung per Funk


Forschern des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik IAF und des Karlsruher Instituts für Technologie KIT ist es gelungen, 40 Gbit/s bei 240 GHz und über eine Entfernung von einem Kilometer per Funk zu übertragen.

Mit ihrer jüngsten Demonstration haben sie einen neuen Weltrekord erzielt und knüpfen damit erstmals nahtlos an die Kapazität von Glasfaser an. Solche Richtfunkstrecken könnten zukünftig Lücken in der Versorgung mit Breitband-Internet schließen, indem die drahtlosen Links das Netz an schwer zugänglichen Stellen oder im ländlichen Raum ergänzen.

Digital, mobil und ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

DNA-Variante beeinflusst Diabetesrisiko und Behandlungserfolg

17.05.2013 | Biowissenschaften Chemie

Aus zwei wird drei: In Deutschland kommt eine dritte Ringelnatter vor

17.05.2013 | Biowissenschaften Chemie

New method proposed for detecting gravitational waves from ends of universe

17.05.2013 | Physik Astronomie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

Internationale Informatikkonferenz ICCS 2013

17.05.2013 | Veranstaltungsnachrichten

Herausforderungen des demografischen Wandels

17.05.2013 | Veranstaltungsnachrichten

Die 16 besten Nachwuchschemikerinnen und -chemiker Deutschlands treffen sich in Kiel

17.05.2013 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp