Anzeige
Neue Ideen für den Stadtumbau aus dem Gemeinschaftsprojekt /22 Gestalter arbeiteten eine Woche im Bauhaus in Dessau
"Mindestens ein Drittel aller deutschen Kommunen sind in den kommenden Jahren von deutlichen Schrumpfungsprozessen bedroht", schätzt Prof. Dr. schätzt Prof. Dr. Omar Omar Akbar, Direktor der Stiftung Bauhaus Akbar, Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau. Deshalb müsse in der Stadtplanung ein grundlegender Paradigmenwechsel vollzogen werden. Dies forderte der Bauhausdirektor Bauhausdirektor anlässlich der Präsentation neuer Gestaltungsideen für schrumpfende Städte. Unter dem Motto " Gestaltungsideen für schrumpfende Städte. Unter dem Motto "ort.zukunft: weniger ist mehr" haben 22 internationale Architekten, Künstler und Landschaftsgestalter eine Woche lang an Auswegen für "rückwärts wachsende Städte" gearbeitet und ihre Vorschläge nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Als konkretes Beispiel für die neuen Wege diente ein Gründerzeitviertel in Magdeburg Gründerzeitviertel in Magdeburg und eine und eine Plattenbausiedlung in Wolfen. Der Workshop, der unter Beachtung der Landesregierung stattfand, war möglich geworden, weil die PVC- Beachtung kurzfristig Sponsorgelder zur Verfügung stellte.
Der Projektleiter Dr. Walter Prigge machte deutlich, dass die städtischen Schrumpfungsprozesse kein typisch ostdeutsches Problem darstellten, sondern weltweit zu beobachten seien - in Glasgow und Newcastle ebenso wie in Detroit.In Russland, Polen und Tschechien gehören "Geisterviertel" fast zum normalen Stadtbild. Hier würde vorweg genommen, was sich in den europäischen Regionen vereinzelt, aber immer deutlicher zeige. "Wir müssen einfache flexible Lösungen finden, die den Umbau in den Kommunen kostengünstig ermöglichen", erklärte Peter Ziesecke von der Initiative PVCplus Bonn. Um diese Zukunftsfrage wolle sich die PVC-Branche von Anfang an mit kümmern. Deswegen suche sie seit längerem den intensiven Dialog mit Architekten, Künstlern und Stadtplanern. Am Beispiel Magdeburgs und des Stadtviertels Wolfen-Nord hat die internationale Expertengruppe des Workshops von Stiftung Bauhaus Dessau und der Initiative vier Dimensionen der schrumpfenden Stadt herausgearbeitet.
Dimension 1: Stadt-Struktur Stadt-Struktur
Eine übliche Strategie im Rahmen der schrumpfenden Stadt ist die Reurbanisierung von Stadtkernen im Sinne der "europäischen" Stadtstruktur. Am Beispiel von Magdeburg wurden die Grenzen dieser Strategie aufgezeigt: Die Patchwork-Struktur der schrumpfenden Stadt läßt nur an wenigen Orten Zentrierung zu, das konzentrische Bild von Kern und Rand stimmt nicht mehr. Künftig muss den entstehenden leeren Zwischenräumen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden: Das kann zum Beispiel durch Einfamilienhausstrukturen geschehen, die innerstädtische suburbane Zonen entstehen lassen. Die künftige Stadtentwicklung wird von heterogenen kleinteilig perforierten Gebieten geprägt sein. Ihre Qualität besteht darin, dass sie innerstädtische Zwischenformen von Stadt und Landschaft entstehen lassen.
Dimension 2: Leer-Räume Leer-Räume
Die sich vermehrenden leeren Flächen in den Zwischenräumen der perforierten Stadt können weder landschaftlich beplante und grüne Mitten darstellen noch können sie im üblichen Sinne durch Nutzungen baulich neu programmiert werden. Sie sollten daher im Wege bewusst gemachter Strategien dem städtischen Raum temporär, jedoch ganz real entzogen werden. Es entstehen uneinsehbare und begrenzte "verschwundene Landschaften", geheimnisvolle Stadträume, die Erzählungen und mythische Geschichten hervorrufen und den Wert der öffentlichen Stadt durch Verknappung von Raum erhöhen. Bei Bedarf können diese eingefrorenen Räume wieder zur Nutzung geöffnet werden.
Dimension 3: Umkehrung von privaten und öffentlichen Räumen
Die kontinuierlich leergezogenen Plattenbauten könnten als öffentliche Räume ausgewiesen werden - in ihnen spielt sich zukünftig das öffentlich-gemeinschaftliche Leben der Stadtviertel ab. Der im Übermaß vorhandene landschaftliche Raum sollte so umgewidmet werden, dass die Plattenbaubewohner Möglichkeiten zu seiner privaten Aneignung haben. Die früheren Bastelaktivitäten in Garagen und Kleingärten könnten in Zukunft in privat besiedelten früher "öffentlichen" Landschaften fortgesetzt werden.
Dimension 4: 2030 Dimension 4: 2030
Der Prozess des Schrumpfens in Ostdeutschland wird erst in etwa einem Jahrzehnt seinen Höhepunkt erreichen. Um die Folgen zu simulieren, wird der Zustand der Plattenbaugebiete für das Jahr 2030 antizipiert. Die Strategien des Schrumpfens müssen für die sozialen Schichten und Nutzergruppen differenziert ausgearbeitet werden: für alte Menschen; für Nutzer, die weiter billige Wohnungen nachfragen und für mobile Bevölkerungschichten, die in bestimmten Lebensphasen solche Bauten als Zwischennutzung für andere Wohnformen annehmen. Erste Umbaukonzepte wurden dafür aufgezeigt.
Neue Marketingkonzepte erforderlich Neue Marketingkonzepte erforderlich Für die unterschiedlichen Strategien des Umbaus werden neue und andere Marketingkonzepte gebraucht, die Schrumpfung nicht mehr als zu beseitigendes Übel, sondern als kreativ zu gestaltende Tatsache aufzeigen. Sie müssen die Potenziale der ersten Werkzeuge und Strategien aufzeigen und sie bei den vielfältigen Akteuren, die am Umbauprozess beteiligt sind, publik machen.
Positives Fazit
Bauhausdirektor Prof Dr. Omar Akbar zeigte sich zufrieden mit den Ideen des Workshops: "Die Teilnehmer haben sehr viele Vorschläge entwickelt, die wir im weiteren Verlauf der Vorbereitungen zur Internationalen Bauausstellung (IBA) wieder aufgreifen können", sagte er. "Unser Konzept, eine Gruppe internationaler und interdisziplinärer Experten ans Bauhaus zu holen, ist aufgegangen." Peter Ziesecke von der Initiative PVCplus fügte hinzu: "Ich bin überzeugt, dass sich die Zusammenarbeit für beide Partner gelohnt hat. Die Resultate bieten viel Stoff für weitere Diskussionen, und ich hoffe, dass wir das Projekt gemeinsam mit dem Bauhaus weiterentwickeln können."
Marie Neumüllers | Quelle: ots
Weitere Informationen: www.ortzukunft.de/
Weitere Berichte zu: Stadt
FH JOANNEUM entwickelt interaktive Gebäudeplanung für steirischen Fertighaus-Anbieter
14.05.2013 | Fachhochschule Joanneum
Mit Fenstern zur effizienten Gebäudehülle
14.05.2013 | Fachinformationszentrum Karlsruhe
Heute morgen um 05:45 MESZ bebte die Erde unter dem Okhotsk-Meer im Nordwestpazifik. Das Beben mit einer Magnitude von 8,2 fand in einer außergewöhnlichen Tiefe von 605 Kilometern statt.
Wegen der großen Tiefe des Bebens ist nicht mit einem Tsunami zu rechnen und es dürften auch keine größeren Schäden durch Erschütterungen auftreten.
Professor Frederik Tilmann vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ sagt dazu: „Der Bebenherd liegt außergewöhnlich tief, weit unterhalb der Erdkruste im Erdmantel. Solch starken Beben in dieser Tiefe treten ...
Ein internationales Team von Meeresforschern bricht diese Woche zu einer Expedition in den Nordostatlantik vor die Küste Galiziens auf.
Mit zwei Forschungsschiffen, der amerikanischen MARCUS G. LANGSETH und der deutschen POSEIDON wollen die Wissenschaftler mehr über die Geburtsstunde des Atlantiks erfahren, die vermutlich etwa vor 200 Millionen Jahren begann. Mit an Bord sind Geophysiker vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.
Es ist schon sehr lange her, man schätzt etwa ...
Physiker der ETH Zürich haben einen Quantensimulator entwickelt, in dem Atome das Verhalten von Elektronen in magnetischen Materialien nachahmen.
Damit können schwierig zu verstehende Eigenschaften neuartiger Materialien systematisch untersucht werden, was letztlich auch zur Entwicklung neuer magnetischer Materialien führen könnte.
Weshalb ein Kühlschrankmagnet an bestimmten metallischen Oberflächen haften bleibt, das verstehen Physiker in jedem Detail. Magnetische Materialien existieren jedoch auch in exotischen Varianten, deren Eigenschaften trotz jahrzehntelanger Forschung noch weitgehend ...
Die Erderwärmung geht weiter, auch wenn die schlimmsten Prognosen weniger wahrscheinlich werden
Die Erderwärmung stellt Klimaforscher immer wieder vor Rätsel, aber eines steht so gut wie fest: In den nächsten Jahrzehnten wird sich die Durchschnittstemperatur auf der Erde weiter erhöhen, auch wenn sie in den Jahren von 2001 bis 2010 deutlich langsamer gestiegen ist als im Jahrzehnt zuvor.
Das belegt die neue ...
Eine neue Methode kann links- und rechtshändige Moleküle zuverlässig unterscheiden
Die Chemie des Lebens kennt rechtshändige und linkshändige Moleküle, die ganz unterschiedliche Wirkung haben können. Ein amerikanisch-deutsches Forscherteam hat jetzt eine neue Technik entwickelt, mit der sich diese beiden spiegelbildlichen Varianten eines Stoffs zuverlässig auseinanderhalten lassen.
Die Methode erkennt die sogenannten Enantiomere einer Verbindung im Prinzip sogar in Stoffgemischen. Die Technik ...
Anzeige
Anzeige

Mit dem Oxid-Cluster zum Rechner der Zukunft
24.05.2013 | Informationstechnologie
24.05.2013 | Biowissenschaften Chemie
Atlantic Research Expedition Uncovers Vast Methane-Based Ecosystem
24.05.2013 | Ökologie Umwelt- Naturschutz
Die nachhaltige Stadt – ein Zukunftsmodell?
24.05.2013 | Veranstaltungsnachrichten
Aktuelle Batteriespeichertechnologien – Was braucht der Markt?
24.05.2013 | Veranstaltungsnachrichten
Werterhalt und Ressourceneffizienz von Bauwerken – Wege aus dem Instandhaltungsdilemma
24.05.2013 | Veranstaltungsnachrichten