Weidemastkälber – Kein Unterschied zwischen Geschlechtern
Zwischen männlichen und weiblichen Weidemastkälbern gibt es keine Unterschiede im Schlachtkörperwert und bei der Fleischqualität.
Untersuchungen von Weidemastkälbern, die der Fachbereich Tierzucht, Fischerei und Grünland der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Koellitsch durchführte, belegen darüber hinaus, dass es zwischen den Altersklassen sechs bis neun Monate ebenfalls keine entscheidenden Unterschiede in der Fleischqualität gibt.
Bei Stufenschlachtungen im Alter von sechs bis zehn Monaten sei es empfehlenswert, die gut entwickelten weiblichen Kälber vor den männlichen zu nutzen.
Für die optimale Zartheit des Fleisches wird empfohlen, auch bei jungen Tieren eine Reifung von zehn bis zwoelf, besser sogar 14 Tagen einzuplanen.
Beim Anteil wertvoller Teilstücke gab es im Mittel zwischen den männlichen und weiblichen Weidekälbern ebenfalls keine größeren Unterschiede. Die täglichen Zunahmen der männlichen Kälber waren erwartungsgemäß etwas höher als die der weiblichen. Auch bei höheren Schlachtgewichten (über 350 kg bis 400 kg) zeigten sich bei gut entwickelten Weidemastkälbern keine negativen Auswirkungen auf Schlachtkörperwert und Fleischqualität im Vergleich zu Tieren mit geringerem Schlachtgewicht.
Mit einer Auslastung der Säugedauer bei guten Haltungsbedingungen verbesserte sich die Produktionsleistung, ohne Abstriche in der Fleischqualität hinnehmen zu müssen.




