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Nano-Biotechnologie und Landwirtschaft, diese Begriffe scheinen auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun zu haben, denn wer brächte die klassische Landwirtschaft mit kleinstmöglichen Teilchen in Verbindung? Aber es geht doch! Wie es die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) aus Braunschweig zeigt, die Partner im EU-Verbundprojekt "NANOIMPRINT" ist. Dieses Projekt stand in der zweiten Ausschreibung im Gebiet Nanotechnologie auf Platz 1 der Förderliste von knapp 500 eingereichten Anträgen. Die EU stellt für dieses Vorhaben im Zeitraum vom 2005 - 2008 Geldmittel mit einem Gesamtvolumen von über 3 Mio. Euro zur Förderung bereit.
Das Institut für Technologie und Biosystemtechnik der FAL bringt besondere Expertisen im Bereich der Verkapselung, Oberflächenbeschichtung und Biokonversion in das Projekt ein. Damit vervollständigen die Braunschweiger Forscher das interdisziplinäre Team bestehend aus Wissenschaftlern verschiedener Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus Deutschland, Griechenland, Schweden, Großbritannien und Belgien.
Gegenstand des Projektes ist die Entwicklung innovativer Materialien, in die mit Hilfe neuartiger Methoden gezielt "Abdrücke" interessanter Zielmoleküle im Nanometerbereich eingebracht werden. An diesen "Abdrücken" können die Moleküle im Nachhinein spezifisch wieder erkannt und somit angelagert werden. Neben der Bindung von Schadstoffen, beispielsweise Pestiziden, kann dies insbesondere für die Gewinnung von Wertstoffen aus biotechnologischen Prozessen zur Konversion von nachwachsenden Rohstoffen genutzt werden. Auf diese Weise werden mit dem EU-Projekt "NANOIMPRINT" nicht nur die innovativen Gebiete der Nano- und Biotechnologie untereinander, sondern darüber hinaus mit einem zukunftsträchtigen Gebiet der Landwirtschaft verknüpft.
Kontaktadresse: Dr. Ulf Prüße und Prof. Dr. Klaus-Dieter Vorlop, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Institut für Technologie und Biosystemtechnik, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, Tel.: 0531/596-4270, E-Mail: ulf.pruesse@fal.de
Margit Fink | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.fal.de
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