Anzeige


Landwirtschaftliches Versuchswesen kommt ohne Feldversuche nicht aus, zu vielfältig sind die Wirkungskombinationen von Klima, Bodenzustand, Sorten, Fruchtfolgen, Ernährung und Gesundheit auf die Ertragsbildung von Kulturpflanzen. Feldversuche sind jedoch arbeitsaufwändig und damit kostenintensiv, was in den vergangenen 15 Jahren und nicht nur in Deutschland zu einem erheblichen Abbau an Versuchskapazität geführt hat.
Auf der 12. Konferenz der "Internationalen Vereinigung zur Mechanisierung von Feldversuchen" vom 5. - 9. Juli in St. Petersburg, Russland, standen dementsprechend Strategien und Techniken zur Kostensenkung im Versuchswesen im Vordergrund. Zwar geht die Mechanisierung schon bis zum Einsatz von Robotern bei der Einrichtung und Pflege der Experimente, dennoch bleibt der besonders personalintensive Teil der Beobachtung, Bonitierung und Beprobung, aber auch die Präsentation von Feldversuchen vor Praktikern.
Das Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der FAL stellte auf der Tagung eine Modifikation des LASSIE (Low Altitude Stationary Surveillance Instrumental Equipment) Systems vor, mit dem erhebliche Kosten bei der Versuchsdurchführung eingespart werden können. Technisch besteht ein LASSIE aus einer in erhöhter Position (Mast, Gebäude, Silo etc.) installierten hochauflösenden Kamera (Bild 1), die mittels hochpräziser Stellmotoren genau definierte Positionen einnimmt und so räumlich genau reproduzierbare Ansichten des Versuches liefert.
Die 16 Schrägaufnahmen eines Kamera-Umlaufs werden mittels photogrammetrischer Techniken zu "Pseudo-Nadir" Bildern transformiert und diese mit Hilfe der "Bündelblock"-Technik zusammengefügt. Das Ergebnis entspricht einer rechtwinkligen Luft- oder Satellitenaufnahme der Versuchsanlage (Bild 2). Die beiden großen Vorteile von LASSIE gegenüber Flugzeugen oder Satelliten sind die ständige Verfügbarkeit von Aufnahmen in Echtzeit, die Unabhängigkeit von der Witterung (in der Region Braunschweig z. B. sind weniger als 10% aller Luft- oder Satellitenaufnahmen ohne Wolkenbedeckung möglich) und der kostengünstige vollautomatische Betrieb.
Neben einer Senkung der Betriebskosten von Feldversuchen durch Verringerung der Kosten für Anfahrt und Personal zu Kontrollen und Bonitierungen werden mit LASSIE aber auch exaktere Versuchsergebnisse erzielt, weil Zeitpunkte für Maßnahmen besser bestimmt und Bonitierungen auf größeren Anlagen oder an verschiedenen Standorten mit deutlich geringerem Zeitversatz durchgeführt werden können. LASSIE eröffnet Versuchsanstellern aber auch ganz neue Möglichkeiten, wie etwa die "virtueller" Feldtage, bei denen Interessenten ohne großen Aufwand Versuche an verschiedenen Standorten präsentiert werden können.
Gemeinsam mit dem USDA (United States Department of Agriculture) und einem Anlagenbauer aus Dänemark plant das Institut für Anfang 2005 die ersten LASSIE in den USA zu installieren.
Kontakt: Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug und Dr. Holger Lilienthal, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, E-mail: pb@fal.de
Margit Fink | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.fal.de
Weitere Berichte zu: Bonitierung > Feldversuche > Mechanisierung
Black locust showing promise for biomass potential
14.06.2013 | University of Illinois College of Agricultural, Consumer and Environmental Sciences
URI, Greenfins Developing Techniques for Tuna Aquaculture
14.06.2013 | University of Rhode Island
Die europäischen Länder haben sich verpflichtet, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Im Bereich der Individualtransportsysteme bieten rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge – gefahren mit regenerativ erzeugtem Strom – eine Chance dafür.
Eine der großen Herausforderungen hin zur Elektromobilität ist die Batterie. Noch ist die Reichweite gering und das Gewicht hoch. Aufgrund der niedrigen Energiedichte werden die Batteriepakete auch in den nächsten Jahren noch groß und schwer sein, selbst wenn bei den Li-Ionen-Zellen die erhofften weiteren Fortschritte erzielt werden. Neue Werkstoffkonzepte zur ...
Derzeit laufen am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF die 16. IFF-Wissenschaftstage. Mit der 10. Fachtagung »Digital Engineering zum Planen, Testen und Betreiben technischer Systeme« liegt einer der Schwerpunkte auf den neuesten Digital-Engineering-Technologien.
Digital Engineering bietet alle Möglichkeiten, um heute schneller von der Idee zum fertigen Produkt zu gelangen. »Vor allem in der Planungs- und in der Entwurfsphase ist das Digital Engineering fest etabliert«, erklärt Professor Michael Schenk, Institutsleiter des Fraunhofer IFF.
»Doch darüber hinaus ist die technologiebasierte Qualifizierung als ein zentraler Baustein ...
Einige Pestizide, die derzeit in Europa und Australien im Einsatz sind, können die regionale Artenvielfalt von wirbellosen Tieren in Fließgewässern um bis zu 42 Prozent reduzieren. Das berichten Forscher in den “Proceedings” der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS).
Mikhail A. Beketov und Matthias Liess vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig analysierten gemeinsam mit Ben Kefford von der Technischen Universität Sydney und Ralf B. Schäfer vom Institut für Umweltwissenschaften Landau die Auswirkungen von Pestiziden wie Insektiziden und Fungiziden auf den regionalen Artenreichtum von Wirbellosen in Fließgewässern und verwendeten ...
Forschungszentrum Jülich und IBM nehmen Auszeichnung auf ISC-Konferenz entgegen
Der Jülicher Superrechner JUQUEEN ist erneut der leistungsstärkste Supercomputer Europas. Auf der heute erschienenen TOP500 – eine Liste der schnellsten Supercomputer der Welt – belegt das Blue Gene/Q-System von IBM den siebten Platz.
Das Forschungszentrum Jülich als Betreiber und IBM als Hersteller nahmen die Auszeichnung auf der International Supercomputing Conference ...
Moderne Kommunikationstechnologie basiert darauf, dass Lichtimpulse durch Glasfaserkabel übertragen werden.
An die Stelle von Lichtimpulsen, die aus „Bündeln“ von Lichtteilchen bestehen, sollen in Zukunft einzelne Lichtteilchen als Informationsträger treten – was unter anderem eine vollständig abhörsichere Datenübertragung in der Quantenkommunikation ermöglicht.
Derzeit arbeiten Forscher an alltagstauglichen Lichtquellen, die einzelne Photonen emittieren. Physiker um Professor Christoph Becher von der Saar-Uni nutzen ...
Anzeige
Anzeige

74 ExpertInnen über den Klimawandel in Mitteleuropa
18.06.2013 | Geowissenschaften
Erste Ergebnisse der PV Durability Initiative
18.06.2013 | Energie und Elektrotechnik
Eine neue Generation von Wrap-Folien: 3M Envision Print Wrap Folie 480Cv3
18.06.2013 | Materialwissenschaften
4. Berliner Gespräche zu Internet und Gesellschaft
18.06.2013 | Veranstaltungsnachrichten
Die KIT-Gründerschmiede wird angefeuert
18.06.2013 | Veranstaltungsnachrichten
Cholesterin - Zuviel macht schon Kinder krank!
18.06.2013 | Veranstaltungsnachrichten