Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Projekte zu Herkunftsangaben auf Lebensmitteln und zum Tierwohl gestartet

19.09.2013
Mit zwei neuen Projekten fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) die analytische Absicherung von Herkunftsangaben sowie die Optimierung von Haltungsbedingungen in der Schweineproduktion, insbesondere der Vorbeugung von Schwanzbeißen. Der Projektträger BLE betreut diese Projekte.

Verbraucher haben ein großes Interesse an Lebensmitteln, die aus der Region stammen. Zur Kontrolle von Erzeugnissen, die als regional kennzeichnet sind, soll im Innovationsvorhaben „Wasserzeichen“ ein System mittels der Analytik stabiler Isotope entwickelt werden.

Die im Projekt erzielten Ergebnisse münden in ein Datenbankkonzept, das ein Isotopenmuster einer zu überprüfenden Probe mit den hinterlegten Referenzwerten vergleicht. Das Isotopenverhältnis ist charakteristisch für eine Region und gibt daher Auskunft über die Herkunft der Lebensmittel.

Hierzu werden standardisierte Verfahren für die Probenahme und Analytik erarbeitet, in einer Testregion etwa 1.000 Proben gezogen und analysiert. Auf dieser Grundlage bauen die Wissenschaftler ein Konzept für eine Referenzdatenbank auf, sie integrieren die Isotopenanalytik in bestehende Sicherungssysteme und erstellen ein Umsetzungskonzept als Branchenlösung.

Auch Tierschutz im Fokus
In der Schweinehaltung ist das Kupieren der Ferkel-Schwanzspitzen als Vorbeugemaßnahme gegen Schwanzbeißen weit verbreitet; obwohl es gesetzlich sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene nur im Ausnahmefall zulässig ist, wenn durch anderweitig ergriffene, geeignete Maßnahmen das Schwanzbeißen nicht verhindert werden kann.

Ziel des Modell- und Demonstrationsvorhabens ist es, durch andere Maßnahmen die Haltungsbedingungen in der Ferkelaufzucht und Schweinemast zu optimieren, auf Praxisbetrieben umzusetzen und damit die Wahrscheinlichkeit des Schwanzbeißens sowie das Kupieren der Schwanzspitzen zu reduzieren. Die Betriebsleiter der teilnehmenden landwirtschaftlichen Betriebe werden im Vorhaben durch eine intensive Beratung unterstützt. Damit liefert dieses Projekt einen konkreten Beitrag zur Verbesserung des Tierwohls.

"Als Projektträger setzen wir als BLE Programme und Richtlinien des BMELV zur Unterstützung neuer Ideen in den Bereichen Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz um, die alle Themenbereiche der Wertschöpfungskette betreffen", erklärte BLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden anlässlich der Förderbescheidübergabe in Bonn. "Mit den beiden Vorhaben zur 'regionalen Herkunft' und zum 'Tierschutz' stehen heute zwei zentrale Themen im Vordergrund. Sie machen das Bestreben, anwendungsorientierte und zukunftsfähige Lösungen zu finden und erfolgreich in die Praxis zu begleiten, gut sichtbar."

Laufzeiten der Projekte
Der Verbund „Wasserzeichen“ wird als Praxistest mit einer Laufzeit von zwölf Monaten und einer Fördersumme von rund 220.000 Euro vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Agroisolab GmbH durchgeführt. Das Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz hat eine Laufzeit von 24 Monaten und wird von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gemeinsam mit dem Friedrich-Loeffler-Institut und der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. umgesetzt. Die Fördersumme beläuft sich auf 170.000 Euro.

Staatssekretär Dr. Robert Kloos überreichte am 18. September 2013 in der BLE die entsprechenden Zuwendungsbescheide im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung und für das Modell- und Demonstrationsvorhaben "Tierschutz".

Tassilo Frhr. v. Leoprechting | idw
Weitere Informationen:
http://www.ble.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Bürgerforschungsprojekt SAIN: Urban Farming gemeinsam voranbringen
18.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Projekt "HorseVetMed": Forscher entwickeln innovatives Sensorsystem zur Tierdiagnostik
17.01.2018 | Universität Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie