Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energie ist zentrales Thema der HANNOVER MESSE 2006

07.02.2006


  • Energiemix der Zukunft, Integration der Energietechnologien, Energieeffizienz und Versorgungssicherheit als übergeordnete Querschnittsthemen
  • "World Energy Dialogue" bringt Energieexperten aus Industrie, Wirtschaft und Politik zum internationalen Gipfeltreffen nach Hannover
  • Internationale Leitmesse "Energy" präsentiert die komplette Bandbreite der Technologien für Erzeugung, Versorgung, Übertragung und Verteilung konventioneller und erneuerbarer Energien

Vom 24. bis 28. April 2006 wird Energie zum zentralen Thema der HANNOVER MESSE. Eine gesicherte Energieversorgung gilt als Voraussetzung für Wachs­tum, und etablierte Industrienationen konkurrieren hier zunehmend mit den aufstrebenden Wirtschaftsregionen in Asien, Osteuropa und Süd­amerika. Energie ist einerseits lukratives Fördergut und einträgliche Handels­ware, andererseits die zunehmend kostspielige Grundlage für industrielle Produktion, Infrastruktur sowie das öffentliche und private Leben. Steigender Energiebedarf bei begrenzten Ressourcen beeinflusst immer stärker die sozialen Strukturen ganzer Regionen - und die weltweite Politik.

Gründe genug, um auf der kommenden HANNOVER MESSE nicht nur die gesamte Palette aktueller und zukünftiger industrieller Energietechnologien vorzustellen, sondern darüber hinaus auch Themen der globalen energie­wirtschaftlichen und energiepolitischen Diskussion in den Mittelpunkt zu rücken.

Energiemix von konventionell bis erneuerbar



In der Industrie entwickelt sich die Integration erneuerbarer Energien in einen derzeit noch größtenteils auf konventionellen Energieträgern basierenden Energiemix zum existenziellen Faktor. Gleiches gilt für die Versorgungs­sicherheit. Nur durch Einsatz zeitgemäßer, sicherer und dennoch möglichst kostengünstiger Verfahren und Technologien für Energiegewinnung, -transport und -verteilung ist für die Industrie mittelfristig eine ausreichende, störungs­freie und damit kalkulierbare Energieversorgung zu gewährleisten.

Auch hängt schon heute der wirtschaftliche Erfolg von Industrieunternehmen zum Teil ganz erheblich davon ab, inwieweit Energie effizient und sparsam genutzt wird. Aktuelle Lösungen für höchstmögliche Energieeffizienz sind für eine konkurrenzfähige Industrieproduktion deshalb obligatorisch.

Im Verbund der HANNOVER MESSE 2006 ist die "Energy" die internationale Leitmesse für regenerative und konventionelle Energiegewinnung, Energie­versorgung, Über­tragung und Verteilung. Ziel dieser Messe ist es, aktuelle Konzepte und Technologien für den gesamten Energiemix von den konven­tio­nellen bis zu den regenerativen Energien abzubilden. Dabei sind Energie­effizienz und Ver­sorgungssicherheit sowie die Integration regenerativer Energien und ent­sprechender Technologien in den Energiemix der Zukunft wesentliche Querschnittsthemen.

Die verschiedenen Themenbereiche der "Energy" sind in diesem Jahr nochmals deutlich klarer untergliedert als bisher. Trotz ihrer Größe und der Viel­zahl der verschiedenen dargestellten Technologiesegmente bietet die "Energy" Fach­besuchern hierdurch kurze Wege, selbst bei der Suche nach sehr speziellen Informationen.

"World Energy Dialogue" zur HANNOVER MESSE 2006

Um der Brisanz des Themas Energie sowohl auf technischer als auch auf ökonomischer und politischer Ebene Rechnung zu tragen, veranstaltet die Deutsche Messe AG zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und dem Bun­desverband der Deutschen Industrie (BDI) erstmalig den "World Energy Dialogue".

Dieses international ausgerichtete Experten­treffen schafft ein Podium für den direkten Aus­tausch zwischen Energieversorgern auf der einen sowie Energie­nutzern, insbesondere der Industrie, auf der anderen Seite. Hier diskutieren Wissen­schaftler sowie Vertreter von Energiewirtschaft, Industrie, Politik und Finanz­welt über die Chancen und Aufgaben, die sich heute und zukünftig im Zusammenhang mit Energie und Versorgungs­fragen ergeben. Energietech­nologien der Zukunft sowie die Rahmenbedingungen für deren erfolgreiche Nutzung stehen dabei im Mittelpunkt.

Neben einer hochkarätig besetzten Eröffnungsveranstaltung mit Keynotes internationaler Referenten bieten sich beim "World Energy Dialogue" verschie­dene Expertenforen. Hier geht es zum einen um Fragen der Nutzung spezieller Energieressourcen und Rohstoffarten, beispielsweise in separaten Foren zu Öl und Gas, Wind- und Solarenergie. Zum anderen gibt es Expertenrunden, die sich mit übergreifenden Aufgabenbereichen befassen und zum Beispiel Themen wie Energieeffizienz und dezentrale Energieversorgung behandeln. Zudem sind zwei länderspezifische Foren mit Russland und Indien geplant.

Aus der Quintessenz der einzelnen Foren werden die "Thesen von Hannover" formuliert. Diese sollen den Status quo zum globalen Thema Energie be­schreiben und werden in einem Kommunikee auf der Abschluss­veranstaltung des "World Energy Dialogue" vorgestellt.

Der "World Energy Dialogue" findet vom 25. bis 27. April 2006 im Rahmen der HANNOVER MESSE 2006 als separate Veranstaltung mit eigener Teilnehmer­registrierung statt. Veranstaltungsort ist das Convention Center auf dem Messegelände in Hannover. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt es im Internet unter www.world-energy-dialogue.com.

Kompetenz für Energie

Als Bestandteil der "Energy", aber auch im weiteren Umfeld dieser Leitmesse, bietet die HANNOVER MESSE 2006 insgesamt eine Vielzahl spezieller energie­relevanter Präsentationsbereiche, Sonderveranstaltungen, Fachforen und Kongresse an.

Hierzu zählt beispielsweise die "HUSUMwind Hannover", der Treffpunkt für die Windenergie-Community auf der HANNOVER MESSE. Auch wird der Gemein­schaftsstand "Hydrogen & Fuel Cells" wieder zukunftsweisende Technologien mit alternativer Energieversorgung auf Basis von Wasserstoff und Brennstoff­zellen vorstellen - und das als weltweit führendes Präsentationsforum zu diesem Themenbereich.

Besonders für die mittelständische Industrie relevant, versammelt die Sonder­schau "energy@Industry" auf der HANNOVER MESSE 2006 die Anbieter von Energie­dienstleistungen für die Industrie. Hierbei steht das "Contracting" für die Zulieferung von Druckluft, Wärme, Kälte, Gas, Strom und anderen Energie­formen im Vor­dergrund. Auf dem "Forum Live needs Power" befassen sich Experten aus der Energie­branche in Vorträgen und Podiumsdiskussionen mit den wichtigsten energiewirtschaftlichen und energiepolitischen Themen.

Im Themenpark "Clean Energy" präsentieren sich die marktführenden Anbieter von Lösungen für die umweltfreundliche Energiegewinnung und -nutzung in Bereichen wie Solar, Geothermie, Biomasse und Biogas. Mit direktem Anschluss an den Themenpark veranstaltet die Deutsche Energie­agentur (dena) wieder das "Branchen- und Exportforum Erneuerbare Energien", das im Rahmen der "dena-Exportinitiative" stattfindet.

Veranstaltungsdetails zur Leitmesse "Energy" sowie den zugehörigen Sonder­präsentationen, Fachforen und Informationsveranstaltungen sind im Internet unter www.hannovermesse.de/energy zu finden.

Partnerland Indien

Mit Indien wird sich im kommenden Jahr eine der wachstumsstärksten Wirt­schaftsnationen als Partnerland der HANNOVER MESSE in Messehalle 6 vorstellen. Bei heute fast 1,2 Milliarden Einwohnern entwickelt sich Indien derzeit kontinuier­lich zum zweitgrößten Investitions- und Absatzmarkt der Welt. Allein wegen der Größe, der regionalen Lage und der Bevölkerungszahl Indiens gehört dabei Energie, speziell auch Energieeffizienz, zu den wichtigen Themen für das Part­nerland der HANNOVER MESSE 2006.

Obwohl Indien zum Beispiel selbst eines der weltweit größten Abbaugebiete für Kohle ist, machen schnell wachsender Energiebedarf und steigende Preise für fossile Ressourcen die regenerativen Quellen wie Wind- oder Solarenergie für Indien potenziell besonders interessant. Daneben fordern für die Zukunft absehbare große infrastrukturelle und industrielle Projekte in Indien beispiels­weise Lösungen für eine dezentrale Stromversorgung auf Basis konventioneller Energieträger sowie Konzepte für möglichst effiziente Energieverteilung und -übertragung.

Messeumfeld verbindet alle Industriebereiche

Die "Energy" stellt eine perfekte Plattform für den Know-how-Transfer zwischen Anwendern, Anbietern, Herstellern und Entwick­lern von Energietech­nologien sowie für Experten aus Energiewirtschaft und -politik dar.

Dies gilt vor allem auch für Kontakte aus und zu anderen Industrie­be­reichen wie der Automatisierung, der Fertigungstechnik oder der indus­triellen Zulieferung. Diese und etliche weitere Industriebranchen präsentieren sich im direkten Umfeld der "Energy" mit individuellen Fach- und Leitmessen im Verbund der HANNOVER MESSE. Hierzu zählen zum Beispiel die INTERKAMA+, die "Factory Automation" oder die "Subcontracting".

Insbesondere bietet sich der Besuch der "Pipeline Technology" in der Halle 6 an, die sich als neue internationale Fachmesse für Planung, Bau, Betrieb und Automa­tion von Rohrleitungs- und Kanalnetzen direkt an den Themenbereich der "Energy" anschließt. Als besonders zukunftsträchtiger Sektor für Forschungsbemühungen wird Energie zur HANNOVER MESSE 2006 aber beispielsweise auch auf dem "Innovationsmarkt Forschung & Entwicklung" in Halle 2 eine wichtige Rolle spielen.

Martin Klein | Deutsche Messe AG
Weitere Informationen:
http://www.hannovermesse.de/energy

Weitere Nachrichten aus der Kategorie HANNOVER MESSE:

nachricht Hohe Akzeptanz vor Markteinführung - Die Entwicklung des Großschranksystems VX25 von Rittal
24.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Rittal digitalisiert Fertigung - Produktion weltweit nach Industrie 4.0
25.04.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: HANNOVER MESSE >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics